"Totus Gaudeo" heizte ein Mittelalterliche Klänge vor Schlosshotel Neufahrn

"Totus Gaudeo" heizte den Mittelalterfans im Publikum so richtig ein. Foto: Theresa Winderl

Eine heiter-fröhliche Stimmung herrschte auf dem Gelände des Schlosses in Neufahrn, als die Band "Totus Gaudeo" an den Ort ihrer Entstehung zurückkehrte und dem Publikum mit ihrer Musikshow einen beschwingten Abend bescherte.

Einige Mittelalterfans, nutzten in Ermangelung des sonst im Juli stattfindenden Schlossfestes die Gelegenheit, in historischen Kostümen zu erscheinen. Vier der inzwischen auf sieben Musiker angewachsenen Band können ihre Ursprünge auf Auftritte beim Mittelalter-Schlossfest zurückführen. Lange waren Tracht und Musik der Band vorwiegend mittelalterlich ausgerichtet.

Von mittelalterlich bis modern-salopp

Inzwischen sind sowohl Gewand als auch Musik vielfältiger geworden. Beim Konzert auf der Gartenbühne war das Outfit aller in Schwarz gehalten, der Stil aber individuell von mittelalterlich bis modern-salopp. Gespielt wurde "Extra-Vaganten-Folk", ein von der Gruppe erfundener Stilmix, der sich von mittelalterlicher Musik bis Rock und Reggae erstreckt.

Gezielt wurden alte und moderne Instrumente eingesetzt und so der extravagante "Totus Gaudeo"-Sound erzeugt: Drehleier (Kathrin Wernthaler), Schalmei (Andreas Wernthaler), Schäferpfeifen (Florian Ganslmeier, Michael Kindsmüller) und Bouzouki (Peter Bergmann) erinnerten an das Mittelalter. Bassgitarre (Stephan Ebner) und Schlagzeug (Benjamin Kroll) standen für modernere Stilrichtungen.

Als Sänger fungierten zwei der Urgesteine der Truppe, Andreas Wernthaler und Peter Bergmann. Wernthaler führte auch durch das Programm. Auf heiter-lässige Art gab er Erklärungen zur Entstehungsgeschichte der selbst geschriebenen oder abgeänderten Vagantenlieder. Fast alle regen nach dem Motto "Carpe diem" dazu an, den Tag und die Gegenwart zu genießen. Neben Standardliedern wie "Bredouille" und "Brodandn" brachten die sieben Musiker auch Songs wie "Hausdrachentanz" und "Sakrisch guad" von ihrer neuen CD zu Gehör.

Man merkte der Band so richtig die Freude über den ersten Publikumskontakt nach der langen Corona-Pause an. Schnell sprang der Funke über und das Publikum klatschte und sang eifrig mit.

Zu Recht hatte man mit der Absage bis kurz vor Beginn gewartet. Denn der Wettergott war heiter gestimmt und bescherte einen lauen Sommerabend. Vielleicht lag es aber auch an dem Song gegen "Dunkle Wolken", den die Band im Programm hatte.

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