Straubing Mohr: Ein aussterbendes Wort soll weggeworfen werden

Das Wappen im Mohrensaal. Foto: Ulli Scharrer

Zum Beispiel die Mohrenapotheke: Es ist nämlich so, dass auch in der Straubinger Mohrenapotheke immer wieder Briefe von Leuten eintreffen, die der Name stört, weil er rassistisch und beleidigend sei.

Auch bei den Straubinger Grünen ist nun ein Schreiben eingegangen; die Grünen wollen deshalb einen Standpunkt dazu entwickeln. Geschrieben hat ein junger Straubinger, und zur Mohrenapotheke argumentiert er wie die Rassismusforscherin Susan Arndt von der Uni Bayreuth. Das Wort, sagt Arndt, "geht etymologisch zurück auf das griechische ‚morós', das ‚töricht', ‚einfältig', ‚dumm' und auch ‚gottlos' bedeutet." Deshalb sagt der junge Mann: "Wie die sprachliche Herkunft zeigt, hat das Wort schon immer einen gewissen negativen Unterton und sollte vor allem die Andersartigkeit aufgrund der Hautfarbe hervorstreichen." Klingt zunächst logisch. Andererseits streichen das politisch korrekte Schwarze Menschen oder People of Colour diese "Andersartigkeit" auch heraus. Deshalb: Wo ist die Quelle, die "morós" belegt?

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