Straubing Gäubodenvolksfest hängt in der Schwebe

Ob das Gäubodenvolksfest in diesem Jahr wie geplant stattfinden kann, ist wegen der Corona-Pandemie noch unsicher. (Archivbild) Foto: Mathias Adam - Symbolbild

Kann das Gäubodenvolksfest 2020 wie geplant im August stattfinden? Diese Frage brennt momentan wohl vielen Straubingern unter den Nägeln. Max Riedl von der für die Organisation zuständigen Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs-GmbH sagt: Für eine verbindliche Antwort ist es noch zu früh.

Erst am Sonntag war ein gefälschtes Bild des Straubinger Amtsblatts durchs Netz gegangen, wonach das Gäubodenvolksfest abgesagt worden sei. Auch am 15. März, dem Wahlsonntag, hatte bereits eine entsprechende Meldung die Runde gemacht. In beiden Fällen handelte es sich um Fake-News. Die Reaktionen auf die gefälschten Nachrichten zeigen aber, dass das Interesse der Straubinger an ihrem "Trumm vom Paradies" trotz Coronakrise ungebrochen ist. Meldungen wie am Wochenende, dass das (später stattfindende) Oktoberfest in München wackelt, tragen da nicht gerade zur Beruhigung bei. Viele Straubinger wünschen sich Klarheit, wie es um das diesjährige Gäubodenvolksfest steht.

Volksfest kann nicht "mal eben so" organisiert werden

Diesen Wunsch kann ihnen Max Riedl, Prokurist der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs-GmbH und damit quasi "Volksfest-Manager", (noch) nicht erfüllen. Es sei noch zu früh, um eine Aussage über das diesjährige Gäubodenvolksfest zu treffen, so Riedl am Dienstag gegenüber idowa. Momentan fänden im Hintergrund unzählige Gespräche mit den Beteiligten statt. Klar ist: "Das Gäubodenvolksfest ist mit großem Aufwand verbunden und erfordert aufwendige Vorbereitungen. Das kann man nicht mal eben so organisieren", sagt Max Riedl. Behörden, Festwirte, Schausteller, Aussteller und Dienstleister seien alle gleichermaßen von dem Shutdown betroffen, hätten aber teils unterschiedliche Zeitpläne für das Fest einzuhalten. Sollten die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie länger andauern, könnte das also bedeuten, dass der Veranstaltungstermin im August schon organisatorisch nicht zu halten sein wird.

Mehr Klarheit am 19. April

Bis wann eine endgültige Entscheidung zu fällen ist, um das Gäubodenvolksfest wie geplant am 7. August starten zu lassen, wird derzeit noch ausgelotet. "Momentan sind einfach noch zu viele Fragen offen", sagt Riedl. Zunächst sollte einmal der 19. April abgewartet werden - der Stichtag für die momentan geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Ob und wie das Gäubodenvolksfest stattfinden kann, hängt in beträchtlichem Umfang auch vom weiteren Vorgehen der bayerischen Staatsregierung ab. Eine landesweite einheitliche Regelung durch die Behörden für alle Großveranstaltungen wäre laut Riedl wünschenswert. Die Gesundheit und Sicherheit der Menschen nimmt die allerhöchste Priorität ein.

Trotz aller Widrigkeiten: Abgesagt ist das diesjährige Volksfest trotz anderslautender Fake-News bislang nicht. Ob das allerdings so bleibt - dahinter steht momentan ein großes Fragezeichen.

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