Ein abendlicher Spaziergang ist eigentlich nichts Besonderes - wenn nicht Corona wäre und auf diese Weise unzufriedene Bürger ihren Unmut über die Pandemiepolitik ausdrücken würden. So ist "Spaziergang" seit Wochen in gewisser Weise ein neues Synonym für Protest - seit Donnerstagabend auch in Furth im Wald.

Denn erstmals hatten sich verärgerte Bürger um 19 Uhr vor dem Rathaus getroffen, um gemeinsam durch die Innenstadt zu spazieren. Wer diese Form des Widerspruchs organisiert hatte? Eine Frage, die sich auch für die Polizei nicht beantworten ließ. Sie war mit drei Einsatzfahrzeugen und einem Zivilfahrzeug vor Ort.

Der stellvertretende Inspektionsleiter Hans Schächtl hatte nach einen Versammlungsleiter Ausschau gehalten, jedoch keinen ausfindig machen können.