Seit ich denken kann, gab es bei meiner Oma im Winter Apfelküchl. Zu viert saßen wir Enkelkinder bei ihr im Wintergarten und haben immer gespannt mit Opa auf den ersten Teller der süßen, dampfenden Apfelringe gewartet. Irgendwann hab’ ich dann angefangen, ihr zu helfen. Vielleicht weil ich wollte, dass es schneller geht, aber ganz sicher, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat. Mittlerweile mache ich die Apfelküchl selbst. Auch wenn es etwas Geschick benötigt, bereitet es mir viel Freude in die glücklichen Gesichter mit den vollen Backen meiner Familie zu schauen. Hier das Rezept meiner Oma.

Das brauchst du für etwa 20 bis 25 Stück: 180 Gramm Mehl, zwei Eier, eine Prise Salz, 50 Gramm Zucker und 150 Milliliter Milch. Zimt und Zucker je nach Geschmack, vier große Äpfel und Pflanzenöl.

So geht’s: Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Das Mehl, die Eier, die Prise Salz, den Zucker und die Milch zu einem glatten Teig verrühren. Auf einen Teller streust du Zucker, bis dieser vollständig bedeckt ist, und mischst etwas Zimt dazu – je nach Geschmack. In eine Pfanne gibst du so viel Öl, bis die Ringe nachher darin schwimmen können. Wenn es heiß ist, kannst du die Ringe nacheinander in den Teig eintauchen, abtropfen lassen und vorsichtig in das Öl legen. Nach wenigen Minuten sind die Apfelküchl goldbraun und fertig. Jetzt kannst du sie wieder herausnehmen. Anschließend tunkst du sie sofort in die Zucker-Zimt-Mischung und wendest sie dabei mehrmals. Noch warm serviert schmecken die Apfelküchl am besten.