Seebach Crash mit Zug: Auto 50 Meter mitgeschleift

Bei dem Crash hatten sich die Prellböcke des Zugs in die linke Seite des Autos gebohrt. Foto: zema-foto.de

An einem unbeschrankten Bahnübergang bei Seebach im Landkreis Deggendorf ist es am Sonntagabend zu einem Unfall gekommen, bei dem drei Menschen teils schwer verletzt wurden. Ein Zug hatte das Auto einer 27-Jährigen erfasst.

Eine 27-jährige Frau aus Niederalteich im Landkreis Deggendorf war am Sonntagabend auf der Strecke von Seebach Richtung Niederalteich unterwegs. An dem unbeschrankten Bahnübergang mit Andreaskreuz bei Seebach war es zu dem schweren Unfall gekommen. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Anscheinend hatte die Frau zu spät gesehen, dass zum selben Zeitpunkt ein Zug den Bahnübergang passieren wollte. Wie ein Polizeisprecher gegenüber idowa bestätigte, handelte es sich bei dem Zug um eine sogenannte Betriebsbahn, die in unregelmäßigen Abständen zwischen Hengersberg und Deggendorf fährt.

Laut eigener Aussage hatte der Lokführer das Auto auf dem Bahnübergang frühzeitig gesehen und mehrfach gehupt. Der Zug fährt üblicherweise nur etwa 30 km/h schnell, war allerdings auf die kurze Entfernung trotzdem nicht mehr zum Stehen zu bringen. Er erfasste das Auto an der linken Seite. Die vorderen Prellböcke der Zugs bohrten sich in die linke Seite des Autos. Regelrecht aufgespießt wurde das Auto noch etwa 50 Meter weit mitgeschleift, bis der Zug endlich vollständig abgebremst war.

Bei dem Crash erlitt die 27-Jährige Rippenbrüche, eine Lungenverletzung und ein Schädel-Hirn-Trauma. Sie wurde schwerverletzt ins Klinikum Deggendorf gebracht. Die Mitfahrer, eine 48-jährige Frau und ein 51-jähriger Mann, erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. An der Unfallstelle war ein größeres Aufgebot von Feuerwehr und Rettungskräften im Einsatz. Unter anderem halfen die Feuerwehren aus Deggendorf, Seebach, Eichberg und Schwarzach mit, die Unfallstelle abzusichern und die Fahrzeuge zu trennen.

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