Sachsen 3:1 gegen Dresden: Regensburg bejubelt Joker

Benedikt Saller von Regensburg (l) kämpft mit Sebastian Mai von Dresden um den Ball. Foto: Armin Weigel/dpa/dpa

Lange kann Dresden in Regensburg mithalten. Doch dank des Geschicks von Jahn-Coach Selimbegovic agieren die Oberpfälzer am Ende eiskalt - und beenden eine lange Serie.

Regensburg (dpa/lby) - Die Regensburger Jubeltänze hielten auch Mersad Selimbegovic nicht mehr auf der Bank. Der Trainer hatte einen erheblichen Anteil am 3:1-Erfolg des SSV Jahn Regensburg über Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga. Mit seinen Einwechslungen von Kaan Caliskaner und Charalambos Makridis, die in der 80. und 82. Minute die späten Tore erzielten, hatte der 39-Jährige wieder einmal ein gutes Händchen bewiesen. "Mit den Wechseln haben wir das Spiel wieder auf unsere Seite gezogen", sagte Selimbegovic nach der Partie am Freitagabend.

Zuvor hatte Benedikt Saller (34.) die Hausherren vor 3413 Zuschauern in Führung geschossen. Für die Sachsen glich Christoph Daferner (47.) aus. "Wir haben heute eine riesen Schlacht gewonnen. Ein richtiger Arbeitssieg", sagte Saller beim TV-Sender Sky.

Das Überraschungsteam Jahn Regensburg hält sich durch den Dreier hartnäckig in der Spitzengruppe der Liga und klettert vorerst auf Platz zwei. Für die Oberpfälzer war es im neunten Zweitliga-Duell mit Dynamo der erste Sieg. Dresden verharrt nach der schon neunten Saison-Niederlage hingegen im unteren Tabellendrittel.

Nach verhaltener Anfangsphase verpassten Leon Guwara (12.) und Linksaußen Sarpreet Singh (16./26.) trotz dicker Chancen eine frühe Vorentscheidung. Schließlich belohnte Saller per Direktschuss aus rund zehn Metern die überlegenen Regensburger.

Nach der Pause wirkten die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste zunächst wacher. Daferner köpfte nach einer punktgenauen Flanke von Morris Schröter zum verdienten Ausgleich ein. Wenig später hatte der Mittelstürmer sogar die große Chance zur Führung, lenkte den Ball aber über das Tor.

Jahn-Coach Mersad Selimbegovic wollte sich nach zuletzt zwei Niederlagen nicht mit dem Remis zufriedengeben und brachte in der Schlussphase gleich drei Offensivkräfte. Der Mut wurde belohnt und Caliskaner und Makridis erfüllten ihren Joker-Job umgehend. "Nie aufgeben, mit Rückschlägen umgehen, immer weitermachen", begründete Selimbegovic den Sieg.

© dpa-infocom, dpa:211126-99-158967/3

 

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