Rüstungskonzern Waffenschmiede Heckler & Koch macht deutlich mehr Gewinn

Der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch ist bekannt für seine Sturmgewehre. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Bereits im vergangenen Jahr hat der größte deutsche Handfeuerwaffen-Fabrikant mehr Gewinne eingefahren. Der Krieg dürfte das Geschäft noch stärker ankurbeln.

Der Waffenhersteller Heckler & Koch hat seinen Gewinn 2021 deutlich gesteigert. Das Unternehmen verbuchte im vergangenen Jahr ein Nachsteuerergebnis von 21,8 Millionen Euro und damit 61 Prozent mehr als 2020 (13,5 Millionen Euro), wie H&K in Oberndorf im Schwarzwald mitteilte.

2017 und 2018 hatte die Firma noch dicke Verluste gemacht, danach ging es bergauf. Der Umsatz erhöhte sich 2021 im Vorjahresvergleich um 5,5 Prozent auf 290,2 Millionen Euro, das Unternehmen wirtschaftete also deutlich profitabler als zuvor. "Die Neuaufstellung und die Modernisierung der Firma in den vergangenen Jahren zahlen sich aus", sagt Firmenchef Jens Bodo Koch.

Krieg kurbelt Nachfrage an

H&K stellt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Granatwerfer und Pistolen her. Mit seinen 1050 Beschäftigten ist das Unternehmen der größte Handfeuerwaffen-Fabrikant in Deutschland. Zu den Wettbewerbern gehören Haenel aus Thüringen, Sig Sauer aus den USA, FN Herstal aus Belgien, Beretta aus Italien und CZG aus Tschechien.

Der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen kurbeln die Nachfrage nach Rüstungsgütern derzeit an. H&K-Chef Koch sieht diese Entwicklung als wirtschaftlichen Sondereffekt, dessen Umfang noch nicht abzuschätzen sei. "Die Nachfrage dürfte in den kommenden Jahren stärker steigen als bisher von uns prognostiziert", sagt der Manager. Erste zusätzliche Anfragen seien in den vergangenen Wochen bereits eingegangen. Mehr Details hierzu nannte er nicht. Bekannt ist, dass H&K Sturmgewehre unter anderem an Norwegen, Litauen und Lettland liefert. Möglicherweise stocken solche Staaten das Volumen auf.

Eine Ausweitung der Kapazitäten durch kurzfristige Extra-Aufträge könnte H&K nach eigener Einschätzung recht schnell meistern. "Wir haben in Simulationen ermittelt, was eine höhere Nachfrage für unsere Produktion bedeuten könnte", sagt Koch. Die Firma wisse jetzt, wo sie was investieren müsse, um den Output deutlich zu erhöhen. "Wir sind präpariert und gut aufgestellt, um den unmittelbaren Mehrbedarf zu decken."

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading