Rote Raben Vilsbiburg Großer Kampf reicht nicht gegen USC Münster

Die Roten Raben Vilsbiburg haben das Heimspiel gegen den USC Münster verloren. Foto: Georg Gerleigner

Die Roten Raben Vilsbiburg mussten gegen den USC Münster die erste Heimniederlage hinnehmen. Vor 1.771 Zuschauern endete die Partie 0:3.

Erste Heimniederlage für die Roten Raben in der Bundesliga-Saison 2018/19: Vor der stolzen Kulisse von 1.771 Zuschauern in der Ballsporthalle unterlagen die Damen von Cheftrainer Timo Lippuner mit 0:3 (19:25, 20:25, 22:25) gegen den USC Münster, der damit seinen fünften Auswärtserfolg in Folge feierte. Die Vilsbiburgerinnen, die erneut „ohne sechs“ antreten mussten, verkauften sich vor dem Hintergrund ihrer enormen personellen Probleme richtig gut, lieferten den Gästen einen beherzten Kampf mit einer Vielzahl attraktiver Ballwechsel – um am Ende doch akzeptieren zu müssen, dass der favorisierte Tabellenvierte in allen drei Sätzen den entscheidenden Tick besser war.

Zur Ausgangssituation: Mit den beiden Liberas Myrthe Schoot und Annika Kummer, den Außenangreiferinnen Daria Przybylak und Laura Künzler sowie Maria Dancheva auf Diagonal fehlten bei den Raben insgesamt fünf Spielerinnen verletzungsbedingt, außerdem Channon Thompson, die zwischen den Jahren beim Nationalteam von Trinidad und Tobago engagiert ist. Gegner Münster beklagte das Fehler dreier wichtiger Kräfte: Neben den verletzten Ivana Vanjak und Juliet Lohuis musste auch der erkrankte Libero-Routinier Lisa Thomsen passen.

Vilsbiburg begann mit Zuspielerin Ilka Van de Vyver, Iris Scholten auf Diagonal, Leonie Schwertmann und Eszter Nagy im Mittelblock sowie Vanessa Agbortabi und der aus der zweiten Mannschaft hochgezogenen Paula Hötschl im Außenangriff, dazu Lenka Dürr als Libera. Im 1. Durchgang schafften die Gastgeberinnen nach einem 4:8-Rückstand den 12:12-Ausgleich und waren auch bei 15:16 noch gut im Geschäft, mussten dann jedoch mit 19:25 den ersten Satzverlust dieser Saison in eigener Halle hinnehmen.

Niveau im zweiten Durchgang noch besser

Das durchaus ansprechende Niveau des Anfangsabschnitts wurde im 2. Satz noch einmal gesteigert. Kämpferisch war es top, was beide Teams boten. Auch spielerisch war manch spektakuläre Aktion dabei, in dieser Hinsicht mit gewissen Vorteilen für den USC. Gleichzeitig warfen die Roten Raben in punkto Leidenschaft alles rein, was möglich war – das letzte Aufgebot war bereit, sein Herz auf dem Feld zu lassen. In dieser besonders heißen Phase wechselte die Führung mehrfach: Aus Vilsbiburger Sicht hieß es 5:3, 7:8, 14:12, 15:16 – und am Ende 20:25.

Auch im 3. Satz agierten die Mannschaften bis zum 12:12 auf Augenhöhe. Dann mussten die Raben langsam abreißen lassen, über 13:16 ging’s zum 19:24, wo die unbeugsamen Gastgeberinnen drei Matchbälle abwehrten – ehe der vierte zum 22:25 und 0:3- Endstand führte. Münster, das sich durchgängig im Stile eines Klasseteams präsentierte, festigte damit Rang vier und ist momentan erster Verfolger des Spitzentrios Schwerin/ Stuttgart/ Dresden.

Ein maßgeblicher Faktor dafür, dass sich die Raben für ihre couragierte Offensivleistung nicht belohnen konnten, waren Schwächen in der Annahme. 13 Fehler standen in dieser Kategorie letztlich zu Buche (bei Münster 2). Coach Timo Lippuner bilanzierte: „Ich kann der Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen. Wir haben alles versucht, was heute in unserer Macht stand, aber Münster war einfach zu stabil.“ Als MVP bei den Roten Raben wurde Leonie Schwertmann ausgezeichnet, Top-Scorerin war Vanessa Agbortabi mit 16 Zählern. Auf Seiten von Münster glänzte Luisa Keller in Personalunion als wertvollste Spielerin und erfolgreichste Punktesammlerin (18).

 

Idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos