Rheinland-Pfalz Kein Donaulied mehr in Montabaurs Bierzelten

Die Petition gegen das "Donaulied" sorgt seit Wochen für Diskussionsstoff. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa

In einer Version des Donauliedes wird von der Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens gesungen: Eine Passauer Initiative gegen das Lied zieht Kreise – und findet Unterstützung auch außerhalb Bayerns.

Die Stadt Montabaur im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz beispielsweise will das Singen des umstrittenen Liedes in Bierzelten künftig verhindern, wie Bürgermeisterin Gabriele Wieland (CDU) mitteilte. Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte der Gruppe um die Studentin Corinna Schütz bereits Anfang Juni seine Unterstützung zugesagt.

Eine Stadträtin aus Montabaur nahm die Online-Petition aus Niederbayern zum Anlass, selbst aktiv zu werden, und regte eine Abschaffung des Liedes auf dem dortigen Volksfest an. Montabaurs Bürgermeisterin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Auf Initiative eines Stadtratsmitglieds haben wir beschlossen, dass wir bei Vertragsabschluss mit Bands vereinbaren, dass sie das Donaulied nicht spielen." Sie gehe davon aus, dass sich die Bands daran halten.

Etwa 35 000 Menschen aus ganz Deutschland hatten bis Dienstag eine Online-Petition, nach der das Donaulied auf Volksfesten in Passau nicht mehr gespielt werden soll, unterzeichnet. In Regensburg haben Unterstützer eine "Schwester-Petition" gestartet, die sich ebenfalls gegen das Lied ausspricht. Das verstünden sie als Auftrag, sich weiterhin gegen Sexismus auf Volksfesten zu engagieren, sagte Schütz.

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