Regensburg Rückkehrer Nachreiner das stabilisierende Element im Jahn-Spiel

Sebastian Nachreiner. Foto: imago

Nach zwei Jahren, in denen er fast durchgängig verletzt war, feierte Sebastian Nachreiner am Samstag sein Comeback bei den Profis des SSV Jahn Regensburg.

Das Grinsen wollte am Samstag gar nicht mehr aus dem Gesicht von Sebastian Nachreiner weichen. Gerade hatte der Innenverteidiger sein Pflichtspiel Comeback bei den Profis des SSV Jahn Regensburg gefeiert. Es war sein erstes seit Juli 2015. "Es ist wunderbar, wieder auf dem Platz zu stehen", beschrieb der 27-Jährige seine Gefühlswelt. Dass das Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 3:1 gewonnen und damit die kurze Durststrecke des Jahn beendet wurde, machte das Glück für den Niederbayern an diesem Tag perfekt.

Nachreiner schien in letzter Zeit das Verletzungspech gepachtet zu haben. Mit kurzen Unterbrechungen fehlte er in den vergangenen zwei Jahren fast durchgehend. Im August 2014 zog er sich einen Innenbandriss im Sprunggelenk zu, es folgten ein Kreuzbandriss und zuletzt ein Außenbandanriss. Immer wieder kämpfte sich Nachreiner zurück, dann kam ein neuerlicher Rückschlag. Doch das soll der Vergangenheit angehören.

"An einem Tag wie heute weiß man, warum man das alles durchgemacht hat", sagte Nachreiner am Samstag mit Blick auf die lange Rehazeit. "Wenn du jeden Tag in den Reharaum kommst, immer dieselben Gesichter siehst und alleine für dich trainieren musst, dann ist das auf Dauer einfach fad", berichtete er. "In der Kabine zu sein, ist wieder ganz etwas Anderes. Man kann mit den Mitspielern wieder Blödsinn machen und das Wichtigste: Es ist ein Ball dabei. Das mach einfach Spaß, auch wenn es genauso anstrengend ist."

Sicher im Zweikampf, abgeklärt, wenn es brenzlig wurde

Die Arbeit in der Reha hat sich für Nachreiner gelohnt. Seit einigen Wochen ist er wieder im Mannschaftstraining und absolvierte bereits erste Spiele für die zweite Mannschaft. Sein Debüt gegen Wehen darf getrost als sehr gelungen eingestuft werden. An der Seite von Marvin Knoll stabilisierte er die Verteidigung und ließ kaum Chancen für den Gegner zu. Nachreiner wirkte dabei als stabilisierendes Element: Sicher im Zweikampf, abgeklärt, wenn es brenzlig wurde. "Im Spiel nach vorne muss ich mir noch mehr Sicherheit holen, aber das kommt mit der Wettkampfpraxis", so Nachreiner.

Der Innenverteidiger fühlt sich wieder gut. "Bei 100 Prozent bin ich zwar noch nicht, da ist schon noch ein bisschen Luft nach oben. Aber ich bin auf jeden Fall wettkampffähig." Was aktuell noch an Fitness fehlt, macht Nachreiner mit seiner Erfahrung wett. Und diese Erfahrung soll dem Jahn auch in den kommenden Spielen helfen, damit weitere Erfolge hinzukommen und Sebastian Nachreiner wieder öfters Grund zum Grinsen hat.

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