Wolbergs vor Gericht Nächster Verhandlungstag im Korruptionsprozess

Joachim Wolbergs muss sich wegen Korruptionsvorwürfen seit vergangenem Herbst in einem zweiten Prozess verantworten. Foto: dpa

uch der Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs wird vom Coronavirus beeinflusst. Der heutige Verhandlungstag vor dem Landgericht Regensburg ist der letzte vor einer mehrwöchigen Unterbrechung. Die weiteren vier Prozesstermine bis einschließlich 21. April sind nach Justizangaben gestrichen worden. Danach sind vorerst noch drei weitere Termine bis 13. Mai angesetzt.

Wolbergs muss sich wegen Korruptionsvorwürfen seit vergangenem Herbst in einem zweiten Prozess verantworten. In einem ersten Prozess war er im Juli 2019 wegen zwei Fällen der Vorteilsnahme verurteilt und in sämtlichen weiteren Vorwürfen freigesprochen worden. Von einer Strafe sah das Gericht ab.

Mit Wolbergs sitzt aktuell noch ein Bauunternehmer auf der Anklagebank - zu Prozessbeginn waren es insgesamt drei Unternehmer. Die Staatsanwaltschaft wirft Wolbergs vor, er habe sich im Kommunalwahlkampf 2014 von Bauunternehmern mit Parteispenden bestechen lassen. Die Männer weisen die Vorwürfe zurück.

Wolbergs trat bei der Kommunalwahl am 15. März für die von ihm mitgegründete Wählergruppe "Brücke" als OB-Kandidat an. Er bekam die drittmeisten Stimmen und verpasste somit den von ihm erhofften Sprung in die Stichwahl. Aus seiner früheren Partei, der SPD, war der 49-Jährige im vergangenen Sommer ausgetreten.

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