Regensburg Fridays for Future: Unterricht und Klimaschutz vereint

Fridays for Future während der Schulzeit: Zwei Schulen aus den Kreisen Regensburg und Landshut machen es vor. (Symbolbild) Foto: ses

Fridays for Future - mal anders: Kinder und Jugendliche aus Niederbayern und der Oberpfalz erleben bei Schulausflügen auf dem "Klimaschutzweg Regensburg" die Herausforderungen des Klimawandels und lernen Lösungen wie Wind- und Sonnenenergie verstehen.

Schülerstreiks polarisieren nach wie vor. Einen deutlich spürbaren Effekt bringt die Kontroverse um "Fridays for Future" allerdings mit sich: Klimawandel und Klimaschutz sind ins Zentrum des politischen und generationenübergreifenden Diskurses gerückt. Dass die wichtige Auseinandersetzung mit den Themen auch während der Schulzeit intensiv erlebt werden kann, zeigen zwei Schulen aus Niederbayern und der Oberpfalz bei Ausflügen auf dem „Klimaschutzweg Regensburg“.

Unter dem Motto „Fridays for Future – mal anders“ besuchten an einem Freitag Anfang April die Drittklässler der Grundschule Diesenbach aus dem Kreis Regensburg zwei Stationen des Themenwegs. Die Kinder besuchten die ehemalige städtische Mülldeponie in Haselbach, heute eine Deponiegasanlage. Von 1968 bis 1992 wurden dort gut 1,8 Millionen Kubikmeter Haus- und Industriemüll eingelagert. Einmal produzierten Müll wieder loszuwerden, erweist sich als schwierig. Das haben die Kinder schnell begriffen. Es wird wohl noch gut 50 Jahre dauern, bis die Anlage die Herausforderung "Müll" bewältigen kann. 

Zweiter Halt für die Schüler am Themenweg war die Regensburger Windenergieanlage, die bereits vor über 20 Jahren errichtet wurde. Die Kinder lernten die Dimensionen von Rotorblättern und Türmen kennen. Sie erfuhren, wie aus Wind der Strom aus der Steckdose wird. 

Schüler einer neunten Klasse der Mittelschule Oberroning im Landkreis Landshut wanderten an einem Montag auf dem Themenweg. Vom Landratsamt in Regensburg aus gingen die Jugendlichen hinauf auf den Mühlberg, um sich hier ebenfalls die Technologie der Windenergie erklären zu lassen. Vorab bereiteten die Schüler kurze Referate zu den einzelnen Stationen vor und teilten ihr Wissen dann als Experten mit ihren Klassenkameraden.

Info:

Das Umweltbildungsprojekt "Klimaschutzweg Regensburg" gilt als außerschulischer Lernort und soll über Klimawandel, Umweltschutz und Erneuerbare Energien informieren. 

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading