Regensburg/Oberpfalz Studierendenvertreter beim Warnstreik - das sagt die Uni

, aktualisiert am 26.02.2019 - 11:28 Uhr
An der Kundgebung am Uniklinikum hatten sich Vertreter von Verdi, GEW sowie Studierendenvertreter der Uni Regensburg beteiligt. Foto: Elisabeth Weiten

Die Studentenvertreter und -vertreterinnen an der Universität Regensburg beteiligen sich am Warnstreik von GEW und Verdi. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hat sich am Dienstagvormittag einer gemeinsamen Kundgebung am Uni-Klinikum angeschlossen. Verdi hat mehr als 2.000 Beschäftigte in ganz Bayern in den Ausstand gerufen. Mitarbeiter der Uni-Kliniken in Regensburg, München und Erlangen sollen sogar zwei Tage lang in den Warnstreik treten.

Nach ersten Vor-Ort-Informationen sind im Bereich Oberpfalz 800 Streik-Teilnehmer zu verzeichnen.

Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Die Streikkundgebung am Universitätsklinikum Regensburg hat um 9.45 Uhr begonnen. Der Betrieb der Uni-Klinik Regensburg soll durch eine Notdienstvereinbarung sichergestellt werden.

Die Studierendenvertreter fordern, dass Studentische und Wissenschaftliche Hilfskräfte (SHKs/WHKs) in den Tarifvertrag der Länder (TV-L) eingruppiert werden. Von diesem sind sie bislang ausgenommen. Für das studentische Personal würde das mehr Lohn, Weihnachtsgeld und einen höheren Urlaubsanspruch bedeuten.

Uni-Leitung steht Forderungen reserviert gegenüber

In ihrer Stellungnahme gegenüber idowa äußerte die Leitung der Universität Regensburg Vorbehalte den Plänen gegenüber, aus den Studentischen und Wissenschaftlichen Hilfskräften Tarifbeschädigte zu machen. Die Uni-Leitung verwies auf den geschützten Rahmen, den das Wissenschaftszeitvertragsgesetz biete: "Die Universität möchte ihren temporären Mitgliedern, also Studierenden, Promovierenden und Habilitierenden, nicht in erster Linie als öffentlicher Arbeitgeber, sondern als Bildungsprozesse und wissenschaftliche Forschung unterstützende Einrichtung gegenübertreten", heißt es auf Nachfrage von Pressesprecher Jan Kleine. Und weiter: "Eine Einbindung in den Tarifvertrag wäre nur dann sinnvoll, wenn diese Prioritäten in vollem Umfang erhalten blieben."

Ein Dorn im Auge sind den AStA-Vertretern außerdem die Befristung vieler SHK- und WHK-Stellen. Auch hier erteilt die Universität eine Absage, "weil andernfalls die begrenzt vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten schnell dauerhaft blockiert wären."

Lesen Sie zu diesem Thema auch auf idowa.plus: Angestellte des öffentlichen Dienstes aus der ganzen Oberpfalz nehmen an Warnstreik teil

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