Regensburg Gewalt gegen Einsatzkräfte: zwei schwer verletzte Polizisten

Gleich vier Angriffe auf Beamte in Regensburg haben in der Nacht zu Sonntag bei der Polizei Entsetzen hervorgerufen (Symbolbild). Foto: Patrick Seeger, dpa

Am Wochenende sind in Regensburg mehrere Polizisten Opfer von Gewalt geworden. Zwei wurden schwer verletzt. Die Polizei zeigt sich schockiert. 

"Dass es in einer Nacht zu vier Übergriffen kommt, bei denen zwei Kollegen erheblich verletzt werden, ist bei uns in Regensburg sehr selten und es schockiert uns auch", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Gegen einen Täter, einen 17-Jährigen, werde sogar wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Ein Polizist erlitt eine Fraktur am Knöchel, ein weiterer eine Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Zwischen den vier Fällen bestehe aber kein Zusammenhang, sagte der Sprecher.

17-Jähriger schlägt Polizisten krankenhausreif

Als mehrere Polizisten um 21 Uhr in der Friedensstraße in den Arcaden drei Jugendliche kontrollierten, brüllten circa 15 Jugendliche die Polizisten an und zogen anschließend schreiend weiter. Kurze Zeit später gingen ihnen die Polizisten nach. Beim Versuch sie zu kontrollieren, eskalierte die Situation. Einige Jugendliche versuchten, sich der Kontrolle zu entziehen. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem ein 17-jähriger Afghane mit der Faust auf den Hinterkopf eines Polizisten einschlug. Als der 26-jährige Polizist am Boden lag, trat ein weiterer 17-jähriger Afghane mit dem Fuß mehrfach gegen den Kopf des Polizisten. Dadurch erlitt er eine Platzwunde über dem Auge, eine Schädelprellung und eine Gehirnerschütterung. Er musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Lebensgefahr besteht nicht.

Gegen den Haupttäter wird nun nicht nur wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. "Bei solch massiven Schlägen und Tritten auf den Kopf kann auch ein versuchtes Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden", sagte der Polizeisprecher. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Er kam in die Justizvollzugsanstalt. Der zweite 17-jährige Täter wurde festgenommen und freigelassen. 

Mann verletzt bei Festnahme mehrere Polizisten

Nachdem Polizisten um 22.30 Uhr in der Frankenstraße in Regensburg einen seit längerem gesuchten Mann festnehmen wollten, wehrte er sich und verletzte die Einsatzkräfte. Anschließend kam er in die Justizvollzugsanstalt. Mehr dazu lesen Sie hier: Mann verletzt bei Festnahme Polizisten

Polizist erleidet Knochenbruch bei Einsatz wegen Ruhestörung

Bei einem Einsatz wegen Ruhestörung in der Innenstadt schubste der Partyveranstalter einen Polizisten zu Boden, als dieser am frühen Sonntagmorgen die Personalien aufnehmen wollte. Partygäste versuchten, die Festnahme des Gastgebers zu verhindern, schütteten Bier über die Beamten und beleidigten diese. Bei dem Gerangel brach sich ein Beamter den Knöchel. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lesen Sie hier mehr: Gewalt gegen Polizisten: Bierdusche und Knochenbruch

33-Jähriger rastet vor der Polizei aus

Bei einem weiteren Einsatz kam es ebenfalls zu einem Angriff auf die Polizei: Nachdem die Beamten wegen einer tätlichen Auseinandersetzung in einer Wohnung alarmiert worden waren, stach dort ein 33-Jähriger auf die Polizisten ein. Schließlich überwältigte die Polizei den Mann. Grund für seinen Ausraster war vermutlich sein Drogenkonsum: Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei eine Aufzuchtanlage für Cannabis. Lesen Sie hier: Mann sticht mit 18 Zentimeter langen Schraube zu

 
 
 

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