Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld erklärt, weshalb sich der Krieg in der Ukraine noch lange hinziehen wird und warum der Westen das strategische Denken verlernt hat.

Der russische Krieg gegen die Ukraine wird immer grausamer. Ein Ende der Kampfhandlungen ist nicht in Sicht. "Langfristig gibt es für diesen Konflikt keine wirkliche Lösung", sagt Professor Werner Weidenfeld im Interview mit unserer Redaktion. Um das zu erreichen, sei eine Entmachtung des russischen Präsidenten unumgänglich. Solange Wladimir Putin an Bord sei, bekomme man keinen wirklich stabilen Frieden, erklärt der Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.