Der eine ist schon lange Mitglied des Bundestags, manch anderer kandidiert hingegen zum ersten Mal für ein politisches Mandat. Alle haben sie gemeinsam, dass sie am 26. September ein sehr gutes Ergebnis einfahren wollen. Von mittlerweile neun bekannten Direktkandidaten für die Bundestagswahl sind am Donnerstagabend fünf zu einer Podiumsdiskussion angetreten. Während man sich einig über die Wichtigkeit von Gewerkschaften und Betriebsräten war, zeigten sich unterschiedliche Auffassungen über Themen wie Mindestlohn und Maßnahmen gegen die Klimakrise.

Max Straubinger (CSU), Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen), Severin Eder (SPD), Werner Schießl (Freie Wähler) und Rudolf Schöberl (Die Linke) wurde von DGB-Regionssekretärin Anja Wessely auf den Zahn gefühlt. Eingeladen hatten die DGB-Kreisverbände Dingolfing-Landau und Rottal-Inn. Diese beiden Landkreise machen im Wesentlichen den Wahlkreis 230 aus, dem des Weiteren einige Gemeinden des Landkreises Landshut angehören. Weil in der Stadthalle nur 50 Zuschauer sitzen durften, hatte der DGB für eine digitale Übertragung gesorgt. Manuel Wagner, DGB-Kreisvorsitzender von Dingolfing-Landau, sandte gleich zu Beginn den Appell "Geht alle zur Wahl" aus: "In 87 Tagen kommt es darauf an, die Weichen für eine sozialere Zukunft und eine starke Demokratie zu stellen."