Passauer Prozess Urteil um falsche Masken-Atteste erwartet

Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Ein Arzt aus Niederbayern soll zu Beginn der Corona-Pandemie falsche Atteste ausgestellt haben, die Patienten aus angeblich medizinischen Gründen von der Maskenpflicht befreiten. Nun wird das Gerichtsurteil gegen ihn erwartet.

Weil er Patienten falsche Atteste ausgestellt haben soll, muss sich ein Arzt aus Niederbayern vor dem Amtsgericht Passau verantworten. Am Montag (14 Uhr) ist nach Justizangaben die Urteilsverkündung geplant. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner vor, zu Beginn der Corona-Pandemie Patienten fälschlicherweise attestiert zu haben, sie müssten aus medizinischen Gründen keine Masken tragen und sich nicht die Hände desinfizieren.

Der Ankläger forderte für den 59 Jahre alten Mediziner eine zweieinhalbjährige Haftstrafe sowie ein dreijähriges Berufsverbot wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in 79 Fällen. Die beiden Verteidiger des Arztes plädierten auf Freispruch.

Die Patienten lebten zum Teil weit entfernt und hätten die Atteste schriftlich bestellt. Die Bescheinigungen seien "auf Zuruf" und ohne vorherige Untersuchung und Befunderhebung erstellt worden, so die Staatsanwaltschaft.

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