Neues Domizil gesucht Wer will sein Dach den Schierlinger Störchen "leihen"?

Das Storchennest in der Hauptstraße 48 darf mit naturschutzrechtlicher Erlaubnis entfernt werden. Allerdings muss den Adebars ein Ersatzstandort angeboten werden. Foto: Robert Beck

Der Schierlinger Storchenhorstbeobachter Robert Beck ist auf der Suche nach einem Standort in der Hauptstraße, wo man auf einem Gebäude eine Nisthilfe für ein Storchenpaar anbringen kann und darf. Was sind die Hintergründe?

Nötig wird dies, weil das im letzten Jahr neu erbaute Domizil eines Storchenpaares auf dem Fernmeldemast auf dem Dach der alten Knabenschule weichen soll. Der Horstbetreuer wurde vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) verständigt, dass die Deutsche Funkturm GmbH, der die Antennenanlage gehört, aus Sorge um die Stabilität der Mastanlage die Entfernung des Nestes bei der Höheren Naturschutzbehörde beantragt hat.

Dies wurde auch genehmigt, allerdings mit der Auflage, einen Ersatzstandort für ein Nest anzubieten. Die Anfrage des Horstbetreuers, ob man denn nicht auf demselben Dach mit etwas Abstand zum Mast eine Nisthilfe installieren dürfe, wurde von den Hausbesitzern verneint. Auch sie hegen die Befürchtung, dass über die Jahre hinweg und wachsendem Storchennest die Stabilität nicht mehr gewährleistet ist.

Nun gilt es zu suchen. Der neue Standort sollte sich in unmittelbarer Nähe zum alten Nest befinden, am besten auf einem Nachbardach, denn nach Erfahrungen des Storchenbetreuers haben Störche in Sachen Nestbau "einen Dickschädel". Selbst ein Ausweichangebot schließe nicht aus, dass die Adebare, wenn sie zurückkehren, wieder auf ihren alten Standort zurückwollen. Nach Aussage des LBV muss die Nisthilfe samt Anbringung von der Deutsche Funkturm GmbH bezahlt werden. Die Abtragung des noch bestehenden Nestes soll am 6. Februar stattfinden. Dann wird der Mast mit einem Vogelabwehrsystem gegen eine "Neubesetzung" gesichert. Die Aufstellung einer Ausweichmöglichkeit für die Störche sollte bald passieren, weil der Storchenzug, die Rückkehr in die Brutgebiete, erfahrungsgemäß schon im Februar beginnt.

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