NawaRo erkämpft sich einen Punkt Rote Raben entscheiden Niederbayern-Derby für sich

Ein umkämpftes Niederbayern-Derby lieferten sich die Volleyballerinnen von NawaRo Straubing und den Roten Raben Vilsbiburg am Samstag. Foto: Hermann Boxleitner

Eine Premiere erlebten die 1.325 Zuschauer am Samstagabend in der Vilsbiburger Ballsporthalle. Erstmals in der noch jungen Erstligahistorie kehrte NawaRo Straubing vom Niederbayernderby mit einem Punktgewinn zurück. Den Sieg sicherten sich jedoch letztlich die gastgebenden Roten Raben, die mit 3:2 (25:15, 25:16, 24:26, 23:25 und 15:13) die Oberhand behielten.

NawaRo fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Eine alles andere als stabile Annahme und wenig Überzeugung bei den eigenen Angriffen ermöglichten den von Beginn an konstanter agierenden Roten Raben zwei schnelle und verhältnismäßig einfache Satzgewinne. Nach nur 50 gespielten Minuten hatten die Gastgeberinnen die ersten beiden Durchgänge bereits mit 25:15 sowie 25:16 für sich entschieden und vieles sprach dafür, dass das Niederbayernderby – wie in den vergangenen Jahren – nach drei Sätzen beendet sei.

In der kurzen Satzpause beorderten die sichtbar unzufriedenen Straubinger Trainer Lukasz Przybylak und Bernhard Prem in die Kabine. „Da hat es eine Ansprache gegeben“, ließ Prem nach der Partie wissen und führte weiter aus: „Die Ansprache hat Wirkung gezeigt. Danach haben wir in der Annahme besser standgehalten und es geschafft, den Ball auf unserer Seite zu kontrollieren. Zudem ist es uns gelungen, die Angriffspower am Netz zu entfalten, die man braucht, um hier einen Punkt zu gewinnen.“ So schafften es seine Spielerinnen fortan besser mitzuhalten und Vilsbiburg vermehrt unter Druck zu setzen, was auch zum ein oder anderen vermeidbaren Fehler auf Seiten der Gastgeberinnen führte. In einem bis zum Ende heiß umkämpften Durchgang sorgte Marie Hänle schließlich mit einem erfolgreichen Rückraumangriff zum 26:24 für den ersten Straubinger Satzgewinn der Erstligahistorie in Vilsbiburg.

NawaRo auch in Satz vier mit dem besseren Ende

Davon gestärkt dominierten die Gäubodenstädterinnen den vierten Durchgang von Beginn ab und konnten sich mit 12:6 sowie – nach einer kurzen Schwächephase – mit 23:16 absetzen. Gegen Satzende verkürzten die Roten Raben zwar nochmals, NawaRo hatte aber letztlich mit 25:23 auch hier das bessere Ende für sich.

In den abschließenden Tie-Break starteten die Gäste abermals erfolgreich und führten schnell mit 4:1. Im weiteren Verlauf drehten die favorisierten Vilsbiburgerinnen jedoch den Satz noch und gewannen schließlich mit 15:13. „Woran es am Ende genau lag, dass es nicht ganz reichte, müssen wir noch analysieren. Es kann gut sein, dass Vilsbiburg durch den breiten Kader und die eine Wechseloption mehr in der entscheidenden Phase noch ein paar Körner mehr im Tank hatte“, erklärte Prem nach der Partie, machte aber auch deutlich: „Wir haben heute definitiv einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren. Wenn wir so spielen wie ab dem dritten Satz, werden wir diese Saison sicherlich noch einige tolle Partien abliefern können.“ Ähnlich glücklich zeigte sich auch Mittelblockerin Shealyn McNamara: „Keiner von uns wollte das Spiel mit einer solchen Performance beenden, wie wir uns in den ersten beiden Sätzen präsentiert haben. Bevor wir nach der Pause zum dritten Satz auf das Feld kamen, haben wir uns gesagt, dass wir nochmals alles reinhauen wollen und versuchen werden, uns anders zu präsentieren. Am Ende ist es zwar etwas schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber wie wir zurückgekommen sind und welch tolle kämpferische Leistung wir dann gezeigt haben, darauf können wir stolz sein.“

Als beste Straubinger Spielerin wurde Marie Hänle ausgezeichnet, die insgesamt 27 Angriffspunkte verbuchte. Für die 20-jährige Diagonalangreiferin war dies die dritte MVP-Medaille in den vergangenen vier Spielen. Die MVP-Goldmedaille ging an Vilsbiburgs Dayana Segovia (23 Angriffspunkte).

 
 
 

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