Nach Meningokokken-Fällen Impfgegner in der Region?

Nachholbedarf in Niederbayern - Oberpfalz top bei Masern-Impfung

Doch auch in Ostbayern gibt es offenbar stellenweise Nachholbedarf: Niederbayern landet in der LGL-Statistik bei insgesamt fünf empfohlenen Impfungen auf dem vorletzten Platz – unter anderem bei der klassischen "Masern, Mumps, Röteln"-Impfung.

Und auch hinsichtlich der sogenannten "Impfablehnung" bei der Einschulung gibt es in der Region teils besorgniserregende Tedenzen. "Neben der 'Medizinischen Kontraindikation', die bedeutet, dass ein Kind aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden kann, bedeutet 'Impfablehnung' eben, dass Eltern angeben, ihr Kind nicht impfen zu lassen", erklärt Dr. Markus Frühwein hierzu.

Der Blick in die Statistik fällt hier zunächst für Oberbayern erneut dramatisch aus: Bei einem landesweiten Durchschnitt von gut 2 Prozent Impfablehnung finden sich im Süden und Südwesten des Freistaats Werte von 4,5 Prozent in Berchtesgaden, 6 Prozent in Garmisch-Partenkirchen und fast 7 Prozent in Landsberg am Lech. 

Aber auch einige Kreise Ostbayerns zeigen sich, neben guten Quoten in Straubing und Regensburg, offenbar eher "impf-skeptisch", wie diese Grafik zeigt:

Laut der Einkommens-Statistik greift die Wohlstands-Erklärung an dieser Stelle nicht – die meisten niederbayerischen Landkreise liegen auf oder unter dem bayerischen Durchschnitt. Hier könnte es aber eine andere Ursache geben, wie Frühwein erklärt: "Gerade in ländlichen Gegenden gibt es oftmals weit und breit nur einen Kinderarzt. Und wenn der dann ein Impfgegner ist – was durchaus vorkommt – und den Eltern vom Impfen abrät, dann hören sie auf ihn." Eigentlich müssten solche Ärzte ihre Zulassung verlieren, fügt er an.

Gute Nachrichten zum Schluss gibt es dagegen aus der Oberpfalz: Der Regierungsbezirk ist bei der Masern-Vorsorge mit 97,5 Prozent bayerischer Spitzenreiter.

 

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