Nach AHL-Aus Reichel und Gawanke: Alternativen für Eishockey-WM?

Wie bereits im letzten Jahr könnte Lukas Reichel (oben) nach seinem Ausscheiden aus den AHL-Playoffs für die deutsche Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM in Finnland aufs Eis gehen. Foto: Roman Koksarov/dpa

Die Eishockey-Nationalspieler Lukas Reichel und Leon Gawanke sind in der zweitklassigen nordamerikanischen AHL ausgeschieden und zumindest theoretisch Alternativen für die WM. Ob beide Spieler nach Finnland nachreisen werden oder wie die Chancen dafür stehen, konnte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) auf Anfrage am Montagmorgen zunächst nicht sagen. Für Stürmer Reichel ist die AHL-Saison mit den Rockford IceHogs ebenso wie für Verteidiger Gawanke mit den Manitoba Moose seit Sonntag (Ortszeit) beendet.

Bundestrainer Toni Söderholm hatte in den vergangenen Tagen in Helsinki sein generelles Interesse an weiterer Verstärkung aus Nordamerika bekundet, sollte es mit dem Playoff-Ausscheiden schnell gehen. "Wenn es aus ist, dann handeln wir schnell", hatte der Finne am Sonntag angekündigt. Einschränkend sagte Söderholm, dass es nicht in jedem Fall Sinn mache: "Man soll das nicht unterschätzen. Es ist nicht so, dass man reinkommt und sofort ein Spiel entscheidet."

Reichel und Gawanke waren beim Halbfinal-Einzug dabei

Der 22 Jahre alte Gawanke und Reichel hatten im vergangenen Jahr im WM-Kader gestanden, als das deutsche Team in Riga überraschend das Halbfinale erreichte. Der frühere Berliner Reichel, der am Dienstag 20 Jahre alt wird, bestritt in seiner ersten Nordamerika-Saison auch elf Partien für die Chicago Blackhawks in der NHL.

Söderholm kann für die WM Spieler nachmelden, weil er offiziell noch nicht alle 25 Kaderplätze vergeben hat. Bislang gehören bereits vier Nordamerika-Profis zum Aufgebot: Philipp Grubauer (Seattle Kraken), Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Tim Stützle (Ottawa Senators) aus der NHL sowie AHL-Stürmer Marc Michaelis (Toronto Marlies). Dass Topstar Leon Draisaitl "kein Thema" für die WM ist, hatte der DEB schon vor dem Weiterkommen der Edmonton Oilers in den NHL-Playoffs bekanntgegeben.

Nationalteam trifft auf Frankreich

Nach einem 3:5 gegen Rekordweltmeister Kanada und einem 2:1 gegen die Slowakei bestreitet das deutsche Nationalteam am Montag sein drittes Vorrundenspiel gegen Frankreich (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport).

 
 
 

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