Lohberg: 20 Jahre Dienst in der Kirche Willi Liebl war die rechte Hand des Pfarrers

Willi Liebl (sitzend) wurde von den Verantwortungsträgern in der Pfarrei mit Wertschätzung bedacht und offiziell in den "Mesnerruhestand geschickt". Foto: Maria Frisch

"Schweren Herzens, lieber Willi, müssen wir dich offiziell von deinem treuen Dienst in unserer Kirche verabschieden", würdigte Pfarrer Ambros Trummer am Dienstagnachmittag die Verdienste des 72-Jährigen bei einer Kaffeerunde. Nach seiner Erkrankung habe man längere Zeit gehofft, dass er wieder in seinen Wirkungskreis zurückkehrt. "Der Herrgott wollte es anders", so der Priester, der sich im Namen der Pfarrei und persönlich herzlich für 20 Jahre zuverlässige Tätigkeit in Kirche und Sakristei bedankte.

Mit dem Erlebten ließe sich wahrscheinlich ein Büchlein voller Anekdoten schreiben, denn der Ausscheider ist mit einem humorigen Naturell gesegnet, so dass ihn jeder auf Anhieb ins Herz geschlossen hatte. "Natürlich fehlt mir seither etwas", gab der 72-Jährige zu, aber mit der Beeinträchtigung beim Gehen wäre es unmöglich, sein Werk fortzusetzen. Bei viel Gelächter erinnerten sich die Gäste aus Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Ministranten an seine umwerfenden Faschingspredigten und seine lustigen Kommentare bei verschiedenen Gelegenheiten. Der Umgang mit vielen Menschen, vor allem mit den Ministranten, "verdickten seine Nervenstränge zu Drahtseilen", wie er selbst bestätigte. Aber selbst die Altardiener schafften es nicht, dass seine blonden Haare ergrauten. "Ich hatte prima Ministranten", lobte der Ruheständler die Generationen von Minis, die er erlebt hatte. Natürlich musste er den einen oder anderen ermahnen. "Aber dann haben wir uns sofort wieder vertragen". In der der Summe der Jahre herrschte eigentlich immer Harmonie und gegenseitige Rücksichtnahme. "Es waren unvergessliche Christmetten und Osternächte", attestierte Pfarrer Trummer, dem vonseiten der Pfarrei Pastoralreferent Martin Münch und Xaver Geiger beipflichteten. Ein Mesner hat dabei vielfältige Aufgaben, damit der Ablauf klappt. Die Gottesdienstbesucher selbst bekommen davon eigentlich nur das Wenigste mit. "Schön war es!", bekannte Willi Liebl in der Nachbetrachtung mit etwas feuchten Augen.

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