Die Bluttat von Würzburg erschüttert die Republik. Die Folge sind die üblichen Betroffenheitsrituale nebst Forderungen und Versprechen nach Aufklärung und Bestrafung. Aber kann man aus dem Geschehen in Würzburg tatsächlich etwas lernen, wie man derartiges in Zukunft verhindern kann? Wohl kaum.

Das Herkunftsland des Attentäters ist ein "Failed State", also ein gescheiterter Staat. Somalia steht nach dem Jemen an zweiter Stelle der gefährlichsten Länder der Welt - inklusive der ganzen Palette an einschlägigen Unmenschlichkeiten wie Bürgerkrieg, Terrormilizen, Kindersoldaten und Piraten. Weil es dort kein Öl gibt und die Länder auch sonst "nicht wichtig" scheinen, schaut der Rest der Welt zu. Ein gescheiterter Staat - wen wundert es? - produziert gescheiterte Existenzen, die ihr Heil anderswo in der Welt suchen.