Leidenschaftlicher Zeitungsmacher HZ-Redaktionsleiter Hans Kistler geht in Ruhestand

Von Nachfolger Thomas Brandl und seinen langjährigen Kollegen Georg Hagl und Harry Bruckmeier (v. l.) wurde HZ-Geschäftsstellenleiter Hans Kistler (2. v. l.) in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Karin Ettenhuber

Er ist seinem Beruf mit Herzblut und Leidenschaft nachgegangen und hat die Heimatzeitung in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt: Sechs Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr - fast vier Jahrzehnte lang. Jetzt ist Hans Kistler, Redaktions- und Geschäftsstellenleiter der Hallertauer Zeitung, im Ruhestand, auch wenn ihm die Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist.

Eigentlich wollte der 63-Jährige seiner Berufung noch bis zum Rentenalter nachgehen, doch gesundheitliche Gründe machten ihm einen dicken Strich durch die Rechnung. "Dabei sein, aber nicht dazu gehören." Diesen Satz des 1995 verstorbenen Tagesthemen-Moderators Hanns Joachim Friedrichs hat er sich zu seinem journalistischen Credo erhoben. Unter dieser Prämisse leitete er seit 37 Jahren die Redaktion der Hallertauer Zeitung, bei der er zu einer Institution reifte.

Hans Kistler stammt aus Rudelzhausen, ist also ein waschechter Hallertauer. Seiner geliebten Holledauer Heimat blieb er sowohl privat als auch beruflich sein Leben lang treu. Regen Anteil nahm er an der Entwicklung der Hopfenstadt, die er seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten in all ihren Facetten journalistisch begleitete.

Nach dem Abitur in Regensburg begann Hans Kistler im Februar 1981 zunächst ein Volontariat bei seiner Heimatzeitung. Dem folgte ein Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaften am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. In den Semesterferien arbeitete er immer wieder als freier Mitarbeiter der Hallertauer Zeitung.

Führungsaufgaben

Doch schon bald wechselte er, dem die journalistische Praxis immer schon viel näher war als jede wissenschaftliche Theorie, ganz vom Hörsaal in die Redaktionsräume. Nach mehreren Wechseln auf dem Posten des Redaktionsleiters bestellte ihn der damalige HZ-Verleger Horst Pinsker im Frühjahr 1985 zum neuen Chef.

Im Laufe der Zeit baute Hans Kistler den Umfang der Lokalberichterstattung sukzessive aus. Sein Ziel war es, die Heimatzeitung zu einem Serviceinstrument der örtlichen Vereine und Verbände zu machen, aber vor allem auch die Kommunalpolitik kritisch zu begleiten. Seit 1999, als die Hallertauer Zeitung vom Pinsker-Verlag zur Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung wechselte, war Hans Kistler Leiter der Geschäftsstelle Mainburg.

Stets Chefsache war für ihn die Berichterstattung über die Mainburger Stadtpolitik sowie die beiden großen heimischen Volksfeste, das Hopfenfest und insbesondere der Gallimarkt. Nach zweijähriger Zwangspause können beide Veranstaltungen heuer wieder im Normalmodus stattfinden - und Hans Kistler wird wieder Gast sein und das Geschehen interessiert verfolgen, fortan allerdings aus anderer Perspektive.

Das altgediente HZ-Redaktionsteam wünscht seinem langjährigen Chef, dass er im Ruhestand die gleiche Freude daran haben möge, wie in den Jahrzehnten zuvor. Lieber Hans: "Ad multos annos!"

Die Nachfolge von Hans Kistler als Redaktionsleiter hat inzwischen Thomas Brandl aus Sandelzhausen angetreten. Der 46-Jährige arbeitete bereits in Jahren 2012 bis 2014 als Redakteur bei der Hallertauer Zeitung und ist jetzt von der Moosburger Zeitung an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, um sich den Anforderungen eines modernen Mediums für die Zukunft zu stellen.

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