Landshuter Plenum Jugendherberge: Betrieb wird weitergeführt

Der Stadtrat sprach sich in seiner Sitzung am Freitag mehrheitlich für die Weiterführung des laufenden Interimsbetriebs der Jugendherberge aus. Foto: cv

Wie erwartet sorgte im Plenum in Landshut erneut das Thema Jugendherberge Ottonianum für Diskussionen. Wie berichtet hatte der Landshuter Stadtrat in der Sitzung am Freitag die Entscheidung darüber zu treffen, ob man der stark sanierungsbedürftigen und in den letzten Jahren außerdem recht kostenverzehrenden Jugendherberge eine weitere Chance geben, oder ob der Betrieb zum Ende des Jahres eingestellt werden soll.

Nach flammenden Plädoyers für den Erhalt auf der einen Seite und andererseits erheblichen Zweifeln aufgrund der schlechten finanziellen Lage der Stadt, entschied sich der Stadtrat mit nur einer Gegenstimme von Stadtrat Maximilian Götzer (CSU/LM/JL/BfL) dafür, den derzeit laufenden Interimsbetrieb weiter fortzusetzen. Damit fiel ebenso die Entscheidung dafür, Investitionskosten in Höhe von 250.000 Euro bereitzustellen, die aufgrund von neuen Vorgaben des Deutschen Jugendherbergwerks (JHW) für die Umsetzung des neuen Qualitätsmanagementsystems namens "SMILE 3.0" erforderlich werden.

Hintergrund dieser Entscheidung war nicht zuletzt das Wort von Herbergsleiterin Eva Triebswetter, die in der Sitzung eisern für den Erhalt der Jugendherberge kämpfte. Während OB Alexander Putz nicht nur einmal die Frage stellte, ob sich die Lücke durch das zusätzliche Defizit, das wegen der Umsetzung der JHW-Kriterien zunächst auf die Stadt zukommt, in den kommenden Jahren nicht noch vergrößern würde, zeigte sich Triebswetter optimistisch: Sie sei sich sicher, dass der Betrieb "mit den nötigen Investitionen" wieder deutlich verbessert werden könne. Schlussendlich sprach sich die überwiegende Mehrheit vorläufig für die Weiterführung aus.

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