Am Samstag wurden auf dem "Festi Ramadan" am Ländtorplatz, dem ersten öffentlichen Fastenbrechen von Landshuter Muslimen, die Koranverse 183 bis 186 auf Arabisch vorgesungen. Stiftspropst Dr. Franz Joseph Baur und CSU-Kreischef Dr. Thomas Haslinger verließen daraufhin die Veranstaltung. Nach dem arabischen Vortrag wurde auf der Festbühne eine deutsche Übersetzung geliefert.

Damit sich der Leser selbst ein Bild machen kann, haben wir uns dazu entschlossen, eine Übersetzung des libanesischen Islamwissenschaftlers Prof. Adel Theodor Khoury zu drucken, die uns vom Veranstalter des "Festi Ramadan" zur Verfügung gestellt wurde. Adel Theodor Khoury ist byzantinisch-katholischer Priester und Theologe.

"O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch, zu fasten, so wie es denen vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf dass ihr gottesfürchtig werdet, (183) (und dies) für eine Anzahl von Tagen. Wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Denjenigen aber, die es (eigentlich einhalten) können, ist als Ersatzleistung die Speisung eines Bedürftigen auferlegt. Wenn einer freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und dass ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr Bescheid wisst. (184) Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als deutliche Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer von euch nun in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will für euch Erleichterung, Er will für euch nicht Erschwernis, und dass ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafür hochpreiset, dass Er euch rechtgeleitet hat, und dass ihr wohl dankbar werdet. (185) Wenn dich meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe, und Ich erhöre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich anruft. Sie sollen nun auf Mich hören, und sie sollen an Mich glauben, auf dass sie einen rechten Wandel zeigen. (186)"