Landgericht Regensburg Mann soll Mitbewohner mit Messer schwer verletzt haben

Vor dem Landgericht Regensburg wird ein Fall von gefährlicher Körperverletzung verhandelt (Symbolbild). Foto: Bernd Thissen/dpa

In Regensburg steht am Montag ein Mann aus Syrien vor Gericht, weil er im April vergangenen Jahres in einer Unterkunft in Schierling einen Mitbewohner mit einem Messer verletzt haben soll. 

Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz erhielt am frühen Abend des 19. April einen Notruf. Der damals 19-Jährige soll in der Asylbewerberunterkunft im Ortsteil Pinkofen nach einem Streit ein Messer gezückt haben und auf seinen Mitbewohner, damals 37 Jahre alt, losgegangen sein. Daraufhin versuchte, der Mann verletzt vor seinem bewaffneten Mitbewohner zu flüchten. Doch dieser traf später wieder auf ihn und es kam zu einem Gerangel. 

Der Vermieter der Unterkunft konnte den damals 19-Jährigen jedoch dazu bringen, die Waffe abzulegen und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Die Beamten nahmen den Verdächtigen fest. Er wurde zwischenzeitlich in einer Fachklinik untergebracht. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. 

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Verdächtigen erhoben. Aufgrund des gesundheitlichen Zustandes des Mannes soll geprüft werden, ob er in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll.

Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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