Landau an der Isar MdL Jutta Widmann: "Ein Fächer von Möglichkeiten"

Jutta Widmann: "Wir Freien Wähler stellen in der Regierungsrolle nun unseren politischen Stil heraus: Dieser besagt, dass wir Vorschläge der Opposition nicht grundsätzlich von vorneherein ablehnen. Wenn ein konstruktiver Vorschlag kommt, dann sind wir auch bereit, darauf einzugehen." Foto: Büro Widmann

Jutta Widmann ist seit 2008 Mitglied des Bayerischen Landtags. Seit der konstituierenden Sitzung am 5. November sind am Dienstag genau 100 Tage erreicht.

Für die Abgeordnete der Freien Wähler, die im Stimmkreis das zweitbeste Ergebnis eingefahren hat, sind es 100 besondere Tage. Ihre Partei ist seitdem erstmals in der Regierung vertreten. Wie sich die Arbeit für Jutta Widmann dadurch verändert hat, verrät sie im LZ -Interview.

Frau Widmann, Sie sind seit über zehn Jahren Landtagsabgeordnete. Seit dieser Legislaturperiode sind die Freien Wähler zum ersten Mal in der Regierung vertreten. Eine sehr große Veränderung der alltäglichen Arbeit?

Jutta Widmann: Und wie! Es ist nicht nur so, dass wir aufgrund des guten Wahlergebnisses nun eine größere Fraktion haben. Mit einem Mal gibt es einen Fächer an Möglichkeiten, unsere Ziele umzusetzen. In der Oppositionsrolle hatten wir einen anderen Arbeitsmodus, da spielte sich der Einfluss hauptsächlich in Arbeitskreisen, Diskussionen oder Debatten ab. Jetzt sind wir die Regierung. Für die erfahreneren Landtagskollegen ist das durchaus eine Umstellung, die Neulinge hingegen wachsen sofort in den neuen Modus hinein.

Sind Sie zufrieden mit den Ergebnissen des Koalitionsvertrags? Hätten die Freien Wähler noch mehr Ziele umsetzen können?

Widmann: Während die Verhandlungen liefen, habe ich das natürlich mit großer Spannung beobachtet. Ich glaube, ich habe Hubert Aiwanger jeden Tag mindestens zehn SMS geschrieben, was er alles bedenken soll. Man will sich einfach unbedingt einbringen. Natürlich hätte man vielleicht an mancher Stelle noch etwas mehr herausholen können, aber generell konnten wir unsere Ideen und Themenfelder, sei es hinsichtlich Strabs oder Strebs, sehr gut einbringen.

Der geringe Frauenanteil in der Politik wird immer wieder beklagt. Die Freien Wähler haben drei Ministerien bekommen - und alle drei mit Männern besetzt. Hätte man nicht wenigstens einen Posten einer Abgeordneten geben können?

Das vollständige Interview lesen Sie als Abonnent kostenlos auf idowa.plus oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. Februar 2019.

 
 

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