Kroatien Baška, ein Kleinod auf Krk

, aktualisiert am 27.10.2017 - 18:07 Uhr
Die Bucht um Baška wirkt wie eine Oase in der kargen Karstlandschaft. Foto: Michaela Schabel

Zartrosa färbt sich der Morgenhimmel in ein türkises Blau, das Meer ist ganz ruhig, wird immer blauer. Die Kirchenuhr schlägt sieben. Noch ist es ruhig, bevor Alltagsgeräusche und touristische Lärmkulisse den Hang hochschallen.

Geschützt zwischen Bergketten liegt Baška malerisch in einer Bucht am Südende der kroatischen Insel Krk. Verkehrstechnisch durch neue Straßen und eine Brücke zum Festland bestens erschlossen, verwandelt sich das kleine Städtchen im Sommer zunehmend in ein pulsierendes Touristenzentrum. Hotels gibt es nur wenige, dafür umso mehr Appartments, alte und neue, die unauffällig die Steilufer hinaufklettern. Flankiert von Campingplätzen im Osten und Westen der Bucht, scheint ein Baumaximum erreicht zu sein. Trotzdem kommen jährlich mehr Gäste, insbesondere Italiener. Entsprechend voll ist der schmale Strand in der Hochsaison. Kaum ein Durchkommen ist abends in den atmosphärischen Gassen und am Kai. Massentourismus, wie man ihn eigentlich nicht mehr mag - und trotzdem hat Baška ein besonderes Flair, das man nicht überall findet.

Grünes Paradies

Es ist dieser bezaubernde Blick auf die Bucht mit traumhaften karibischen Farben, verstärkt durch die Kargheit der Berge und die vorgelagerte Insel Privic, die afrikanische Wüstenatmosphäre herzoomt. Umso grüner wirkt Baska mit seinen wilden Feigengärten, Olivenhainen, Promenaden-Plantanen, in denen die Grillen ungewöhnlich laut zirpen. Eng bebaut bieten die Gassen kühlenden Schatten. Die Kalkplatten in der kleinen Altstadt glänzen sauber, ein Genuss, barfuß darauf zu laufen. Weinumrankt findet man in der Altstadt schlichte Appartments, nicht unbedingt ruhig, aber sehr atmosphärisch zwischen Weintrauben, Feigen und Hibiskus.

Individuelle Nischen im quirligen Getriebe

Wandern und Mountainbiking bieten Alternativen zum Strandgrillen. Etwas höher führen die Wege oft bei starken Windböen über vegetationslose Geröllhänge die Bergketten entlang mit Panoramaperspektiven auf die malerische Bucht. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist der Blick vom Friedhof (über Serpentinen erreichbar) hinunter auf Baška ein Erlebnis. Für die ausgeschilderten Radwege sind gute Mountainbikes Voraussetzung. Touren- und Rennradler müssen auf die Hauptverkehrsstraße ausweichen. Eng wird es in den Serpentinen, auch wenn Bus- und Pkw-Fahrer rücksichtsvoll von den Radfahrern Abstand halten.

Kleine Badeoasen findet man in den Klippen. Über Leitern kommt man seeigelfrei ins Wasser, ansonsten empfehlen sich Badeschuhe. Das Wasser ist ein Erlebnis, klar bis zum Boden. Wer für sich sein will, geht früher zum Essen, genießt nach 24 Uhr das Ambiente in der Altstadt und am Hafen.

 
 
 

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