Mit mehr als zwei Stunden Verspätung kamen sie am Mittwochmittag an: die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine. Mit dem grenzüberschreitenden Zug „Alex“ aus Tschechien reisten die ersten Männer, Frauen und Kinder, die dem Krieg in ihrem Heimatland entfliehen wollen, in Furth im Wald an.

Insgesamt 90 Reisende befanden sich in dem Zug. Der überwiegende Teil davon stammte aus der Ukraine. Wie viele genau, das konnte die Bundespolizei noch nicht sagen.

Die Beamten waren vor Ort, um die Flüchtlinge zu empfangen. Nachdem quasi über Nacht zusammen mit BRK und THW eine Versorgungsstation im ehemaligen Post-Gebäude am Bahnhof eingerichtet worden war, konnten sich die Ukrainer dort aufwärmen und ausruhen – wenn gewünscht.

Denn die Leute konnten ganz normal ein- und weiterreisen. Die Beamten kontrollierten die Reisenden im Rahmen der gängigen ausländerrechtlichen Maßnahmen beziehungsweise überprüften die Pässe.

Für viele der Flüchtlinge war Furth im Wald nur eine Durchgangsstation. Mit dem grenzüberschreitenden Zug werden in den kommenden Tagen weitere Ukrainer erwartet.