Kommunen Theater Coburg: Eröffnung verzögert sich um fast ein Jahr

Blick auf die noch im Bau befindliche Kulturstätte Globe. Foto: Nicolas Armer/dpa/Bildarchiv

Das Gebäude des Landestheaters Coburg stammt aus dem 19. Jahrhundert und muss dringend saniert werden. Mit dem Globe-Theater entsteht ein Ausweichspielort nach englischem Vorbild - doch das dauert nun noch.

Der Bau des Globe-Theaters in Coburg verzögert sich um viele Monate. Voraussichtlich werde das Haus im September 2023 eröffnet, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag - zum Auftakt der Spielzeit 2023/24. Das Globe-Theater ist als Ausweichspielstätte für das dringend sanierungsbedürftige Landestheater Coburg vorgesehen. Ursprünglich sollte es bereits Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Grund für die Verzögerung sei die Insolvenz eines Unternehmens, das in der Interims-Spielstätte die Bühnentechnik einbauen sollte. "Solche Firmen gibt es nicht wie Sand am Meer", sagte der Sprecher der oberfränkischen Stadt. "Deshalb müssen wir eine neue Ausschreibung machen. Das dauert."

Wegen der Bauverzögerung spielt das Ensemble des Landestheaters nun länger als geplant in dem klassizistischen Gebäude am Coburger Schloßplatz, wie eine Sprecherin des Theaters sagte: "Wir bleiben bis zum nächsten Frühjahr drin, etwa bis März oder April 2023." Danach benötige man etwa drei Monate für den Umzug, so die Sprecherin. Technik müsse von der einen in die andere Spielstätte geschafft werden. Bis zum Ende der Spielzeit 2022/23 im Frühsommer 2023 weiche das Theater dann auf diverse Ersatzspielstätten aus. "Wir sind gerade dabei, den Spielplan umzustricken", sagte die Sprecherin.

Das Globe-Theater wird auf dem Gelände des ehemaligen Coburger Güterbahnhofs gebaut und wird rund 500 Menschen Platz bieten. Das Theater nach britischem Vorbild soll rund 30 Millionen Euro kosten. Der Freistaat übernimmt 10 Millionen, 3 Millionen kommen von Coburger Unternehmen. Die restlichen Kosten trägt die Stadt. Die Bauweise geht auf das Londoner Globe Theatre zurück, das durch Aufführungen von Shakespeare-Werken weltberühmt wurde.

Die Stadt Coburg fühlt sich mit England traditionell sehr verbunden. Denn das Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha ist mit dem britischen Königshaus verwandt: Prinzgemahl Albert (1819-1861), der Ehemann von Königin Victoria, stammt aus diesem Haus und ist der Ur-Ur-Großvater der heutigen Queen Elisabeth II.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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