"Jugend forscht" Drei Straubinger Schüler bekommen Sonderpreis

Gerold (12), Felix (15) und Anna Kiefl (12), die Gewinner des CBM-Sonderpreises "Innovationen für Menschen mit Behinderungen". Foto: Martina Kiefl

Drei Schüler des Ludwigsgymnasiums in Straubing erhalten den Sonderpreis "Innovationen für Menschen mit Behinderungen" der Christoffel-Blindenmission.

Bei dem Landeswettbewerb Bayern der Stiftung "Jugend forscht" konnten drei Straubinger Geschwister die Jury überzeugen. Mit ihrer Idee machen sie das Leben von Menschen, die ein Stoma tragen, also einen künstlichen Ausgang haben, leichter. Gerold (12), Anna (12) und Felix Kiefl (15) haben ein System entwickelt, das den Träger warnt, bevor der Soma-Beutel undicht wird. Mindestens 130.000 Stoma-Trägerinnen und Träger gibt es in Deutschland laut Angaben der Christofffel-Blindenmission. Bei diesen Menschen wird der Harn oder Stuhlgang in einen Beutel geleitet, der mit einer Basisplatte am Bauch festgemacht ist.

Laut Pressemitteilung machen vier von fünf Trägern statistisch gesehen einmal im Halbjahr die unangenehme Erfahrung, dass der Beutel ausläuft. Das passierte auch einer Verwandten von Gerold, Anna und Felix. Die drei haben deshalb einen Sensor entwickelt, der Feuchtigkeit erkennt. Bevor das Stoma-System undicht wird, vibriert der Warner, in der Nacht piepst er. Durch eine eingebaute Dichtung bleiben dem Träger rund fünf Minuten, um auf die Toilette zu verschwinden, bevor ein Malheur passiert.

Alle ausgezeichneten Landessieger haben noch die Chance, den von der CBM ausgeschriebenen Bundessonderpreis zu gewinnen, der im Oktober bei den Science Days in Rust verliehen wird.

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