Zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima sind die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt noch immer heftig. In ein rund 300 Quadratkilometer großes Sperrgebiet werden viele ehemalige Bewohner wohl ihr Leben lang nicht zurückkehren können.

In Deutschland hat das Unglück vom 11. März 2011, bei dem durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami ein Atomkraftwerk havarierte, nicht nur zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie geführt. Sondern, erklärt Inge Paulini, die Leiterin des Bundesamts für Strahlenschutz, zur Erkenntnis, dass es auch in hoch entwickelten Ländern zu einer atomaren Katastrophe kommen kann. Zusammen mit weiteren Experten hat Paulini in Berlin eine vorläufige Bilanz gezogen. Es sei mit Blick auf Fukushima "folgerichtig gewesen", dass die Bundesrepublik den Atomausstieg beschlossen habe.

Bis 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Zehn Jahre nach Fukushima hält die Debatte um diese Entscheidung an, auch im politischen Berlin.

Ende September 2020 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in ihrem Zwischenbericht veröffentlicht, welche Gebiete für ein atomares Endlager infrage kommen.