Investorengruppe Planungsverfahren für Konzertarena am Flughafen startet

Ein Flugzeug im Landeanflug. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

München soll eine neue Konzert-, Veranstaltungs- und Kongressarena am Flughafen bekommen. Der Stadtrat von Freising gab am späten Mittwochabend grünes Licht für das Planungsverfahren. Die Investorengruppe SWMunich Real Estate will die Arena bauen, betreiben und gut 300 Millionen Euro investieren. Sie soll in fünf Jahren eröffnet werden, rund 20.000 Besuchern Platz bieten und ein Tourismus- und Wirtschaftsmotor für die Region München werden. Die Wirtschaftsprüfergesellschaft Deloitte rechnet mit 500.000 Übernachtungen und 285 Millionen Euro Bruttowertschöpfung jährlich.

Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (Freisinger Mitte) sagte, er sei froh, dass die Entscheidung des Stadtrats mit 25 gegen 14 Stimmen so deutlich gewesen sei. "Jetzt können wir die aufgeworfenen Fragen in einem fachlichen Planungsprozess entsprechend beleuchten. Für mich persönlich wäre es auf jeden Fall eine Bereicherung für den Standort Freising und auch für die Bürgerinnen und Bürger der Region", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Den Architekturwettbewerb für die Arena hat das Londoner Architekturbüro Populous gewonnen, das auch das Londoner Olympiastadion entworfen hat. "Die bayerischen Rauten dienen als Trägerkonstruktion, im Innenraum gibt es eine Akustik wie im Opernhaus", teilten die Investoren mit. Zentrum sei eine hufeisenförmige "Bowl" mit einer Bühne als Abschluss.

Die Arena soll klimaneutral sein. Mehrere Tausend Photovoltaik- und Solarpaneele auf dem Dach der Arena und auf dem Gelände sollen den Strom für den Betrieb erzeugen. SWMunich-Geschäftsführer Gert Waltenbauer sagte: "Die Arena hilft dabei, die Metropolregion München und den Freistaat Bayern im Konzert- und Veranstaltungsbereich zukunftssicher und international wettbewerbsfähig zu machen."

Das Aktionsbündnis KOAKongresshalle kritisierte, die Arena verursache mehr Verkehr und elf Hektar Flächenversiegelung. Das konterkariere die Bemühungen für mehr Natur- und Klimaschutz, sagte Annemarie Räder, Regionalreferentin beim Bund Naturschutz und Sprecherin des Aktionsbündnisses.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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