Vor einhundert Jahren gab eine einzelne Kuh nur ein Fünftel der Milch, die heute aus einem Euter gezogen wird. Noch früher war es wohl noch weniger, das hängt aber wie derzeit auch von der Ernährung des Tieres ab.

Zu diesen sehr fernen Zeiten gehört das Milchmädchen, das man nur noch von alten Gemälden kennt. In einer französischen Fabel aus dem 17. Jahrhundert wandert eine gewisse Perrette mit dem Milcheimer auf dem Kopf balancierend zum Markt, um ihr Produkt zu verkaufen. Unterwegs rechnet sie schon mal aus, wie es weitergehen soll: Vom Erlös kauft sie Eier, mit dem Kükenverkauf leistet sie sich ein Ferkel, das als großes Schwein gegen eine Kuh samt Kalb getauscht wird.