Giganten-Duell Djokovic und Nadal spielen um Australian-Open-Titel

Novak Djokovic könnte mit einem siebten Triumph alleiniger Rekordsieger in Melbourne werden. Foto: Lukas Coch/AAP/dpa

Die derzeit besten Tennisspieler der Welt machen den Sieg bei den Australian Open nach dem Aus von Roger Federer unter sich aus. Mit einem Erfolg können Novak Djokovic und Rafael Nadal dem Schweizer Rekordsieger bei Grand-Slam-Turnieren weiter näherkommen.

Melbourne - Nach zwei Siegen von Roger Federer geht der Australian-Open-Titel nun wieder an einen anderen der drei Tennis-Giganten.

Novak Djokovic und Rafael Nadal stehen sich heute (09.30 Uhr MEZ/Eurosport) wie schon im legendären Endspiel 2012 gegenüber. Damals siegte der Serbe nach 5:53 Stunden 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5.

DIE FAKTEN: Djokovic könnte mit einem siebten Triumph alleiniger Rekordsieger in Melbourne vor dem entthronten Schweizer Titelverteidiger Roger Federer und dem Australier Roy Emerson werden. Für ihn ist es das 24. Grand-Slam-Finale, sogar das 25. ist es für Nadal. Der steht in seinem fünften Australien-Finale und kassierte nach seinem Titel 2009 drei Niederlagen, unter anderem vor sieben Jahren gegen Djokovic. Vor zwei Jahren verpasste er den Sieg gegen Federer. Es ist schon das 53. Duell der beiden, Djokovic führt 27:25. Der Gewinner erhält umgerechnet knapp 2,6 Millionen Euro.

DIE BISHERIGEN ERFOLGE: Nach den Erfolgen von Djokovic zuletzt in Wimbledon und bei den US Open wäre es sein dritter großer Titel in Serie. Mit dem 15. Grand-Slam-Triumph wäre er die alleinige Nummer drei vor dem Amerikaner Pete Sampras. Er hat als Einziger sämtliche Masters-Turniere gewonnen und war wie Nadal auch Davis-Cup-Sieger. Der Spanier ist mit elf Triumphen bei den French Open unangefochten die Nummer eins auf Sand und strebt seinen 18. Grand-Slam-Titel an - nur Federer hat mit 20 mehr. Auch Olympia-Gold holte Nadal schon.

DIE WEGE INS FINALE:

Djokovic gab bisher je einen Satz gegen den Kanadier Denis Shapovalov und den Russen Daniil Medwedew ab, gegen den er sich im Achtelfinale am schwersten tat. Er besiegte bisher Mitchell Krueger (USA/6:3, 6:2, 6:2), Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/6:3, 7:5, 6:4), Denis Shapovalov (Kanada/6:3, 6:4, 4:6, 6:0), Daniil Medwedew (Russland/6:4, 6:7 (5:7), 6:2, 6:3), Kei Nishikori (Japan/6:1, 4:1 Aufgabe) und Lucas Pouille (Frankreich/6:0, 6:2, 6:2).

Nadal schlug zunächst drei Australier und gab im Turnierverlauf noch keinen Satz ab. Er besiegte James Duckworth (Australien/6:4, 6:3, 7:5), Matthew Ebden (Australien/6:3, 6:2, 6:2), Alex de Minaur (Australien/6:1, 6:2, 6:4), Tomas Berdych (Tschechien/6:0, 6:1, 7:6 (7:4)), Frances Tiafoe (USA/6:3, 6:4, 6:2) und Stefanos Tsitsipas (Griechenland/6:2, 6:4, 6:0).

DAS SAGT DJOKOVIC: "Er hat während des gesamten Turniers beeindruckend gut gespielt, ich habe die letzten paar Matches auch nicht schlecht gespielt. Das Finale kommt zur rechten Zeit für uns beide. Ich würde definitiv ein Ticket für dieses Match kaufen."

DAS SAGT NADAL: "Ich muss einfach nur an mich denken. Ich muss weiter die Sachen machen, die ich mache. Das ist mein Gefühl - einfach nur so weiterspielen, und dann schauen wir mal. Ich mache viele Dinge gut, also kann ich mich kaum beschweren."

 
 

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