Gerzen/Vilsbiburg Dem Feuerteufel von Gerzen dicht auf den Fersen - Ein Hoffnungsschimmer für die Staatsanwaltschaft

Am Montagabend ist in einer Scheune in Engkofen bei Aham ein Feuer ausgebrochen. (Foto: FD) Quelle: Unbekannt

Er sorgte Ende 2014 im Raum Vilsbiburg für Angst und Schrecken: der Feuerteufel von Gerzen. Insgesamt sechs Mal zündelte er im Schutz der Dunkelheit.

Zwar bestand nie wirklich Gefahr für Mensch oder Tier, dennoch nahmen die Brandstiftungen von Mal zu Mal immer größere Ausmaße an. Zunächst brannte nur ein Holzhaufen, bei der letzten Tat am 8. Dezember in Aham dann eine landwirtschaftliche Maschinenhalle. Der Schaden hier: rund 110.000 Euro.

Seitdem ist es ruhig geworden. Entweder wurde es dem Feuerteufel buchstäblich zu heiß oder aber sein Verlangen nach den Flammen wurde mit dem letzten Brand endgültig gestillt. "Wir haben die Serie durchaus sorgenvoll beobachtet", gesteht Hildegard Bäumler-Hösl von der Staatsanwaltschaft Landshut. Auch dort hatte man den Eindruck, dass der Täter nach immer größeren Herausforderungen sucht.

Zwar konnte man den Feuerteufel von Gerzen bis heute noch nicht dingfest machen, dennoch ist man ihm dicht auf den Fersen. Bäumler-Hösl: "An einem der Tatorte konnten wir zum Glück DNA-Spuren sicherstellen. Diese werden gegenwärtig noch im Labor ausgewertet." Eine Garantie für einen Volltreffer ist das allerdings noch nicht, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Landshut bestätigt: "Wenn der Täter bislang strafunauffällig war und nicht registriert ist, gibt es auch keinen Treffer." Trotzdem ein Hoffnungsschimmer, um dem Brandstifter ein für allemal das Handwerk zu legen.

Falls die Handschellen klicken sollten, droht dem Feuerteufel eine empfindliche Strafe. "Wir bewegen uns hier in einem Rahmen einer Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren", bestätigt Hildegard Bäumler-Hösl.

 
 
 

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