Geiselhöring Es kommt Licht in den Skandal um die Wahlfälschung

Am Tag nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 prüfen Mitarbeiter des Landratsamts vorschriftsmäßig sämtliche in den Gemeinden abgegebenen Wahlzettel. Die Aufsicht darüber hat Birgit Fischer-Rentel. Die Juristin informiert Landrat Alfred Reisinger über Auffälligkeiten bei über 400 Stimmzetteln aus Geiselhöring. Dieser ist nach der Sichtung ebenso wie die Landkreis-Wahlleiterin davon überzeugt: Hier liegt ein Fall für die Staatsanwaltschaft vor. Foto: Archiv

Nicht nur Geiselhörings Ex-Bürgermeister Krempl begrüßt vor Gericht, dass sich die Drahtzieher verantworten müssen.

Erleichterung und die Hoffnung, dass die Drahtzieher der Wahlfälschung von 2014 doch noch belangt werden: Das ist der Tenor bei Alfred Reisinger, Bernhard Krempl, Ludwig Waas und Herbert Lichtinger. Drei von ihnen haben die Umstände, wie die Wahlfälschung ans Licht kam, "hautnah" in Geiselhöring beziehungsweise im Landratsamt in Straubing miterlebt.

Alfred Reisinger (CSU) war bei der Kommunalwahl 2014 Landrat. Am Tag nach der Auszählung, nachdem die Stimmzettel von den Kommunen ans Landratsamt geschickt worden waren, informiert ihn Birgit Fischer-Rentel, damals Landkreis-Wahlleiterin, über einen erschreckenden Verdacht: eine Wahlfälschung in großem Stil. "Ich habe mir dann als erstes selbst ein Bild machen wollen", erinnert sich Reisinger. "Ich habe mir einen ganzen Nachmittag Zeit genommen, und gemeinsam mit der Juristin im kleinen Sitzungssaal hinter verschlossener Tür die fraglichen Stimmzettel angeschaut, über 400."

Danach sei für ihn die Entscheidung klar gewesen: Der Fall muss umgehend an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden. Die Gemeinsamkeiten seien geradezu ins Auge gesprungen, allein beim Schriftbild.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 17. Oktober 2018.

 
 

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