Gaming-Tipp „Zero Latency“ ist ein virtueller Spielplatz

So sieht der VR-Spaß in der analogen Welt aus. Zum Glück bekommt man unter der Brille davon gar nichts mit. Foto: Zero Latency

„Zero Latency“ bietet ein besonderes Gaming-Erlebnis. Hier laufen die Spieler in speziellen Virtual-Reality-Umgebungen herum.

Viel zu sehen gibt es bei „Zero Latency“ in Neufahrn bei Freising wenig, zumindest in der analogen Welt. Die Hallen des Vergnügungsparks sind bis auf ein paar Markierungen und Kamerasensoren leer. Wer sie betreten möchte, braucht einen Rucksack und eine Brille. Denn nur so wird klar, worum es bei „Zero Latency“ geht. Spiel und Spaß finden dort in der Virtuellen Realität, kurz VR, statt.

Hier gibt es für die Virtuelle Realität genügend Platz

Seit Anfang des Jahres gibt es „Zero Latency“. Nicht nur bei Firmenevents und Geburtstagen ist der Spielepark mittlerweile beliebt. Im Gegensatz zur Virtuellen Realität daheim gibt es hier nämlich genügend Platz zum Laufen und Spiele, die ihn auch ausnutzen. Das hat einen großen Vorteil: Den Spielern wird selten schlecht und zum Gamingerlebnis kommt außerdem ein wenig Bewegung. „Bei uns ist der Spieler selbst der Controller“, sagt Korbinian Gritz, der bei „Zero Latency“ für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Herzstück ist dabei eine große Halle, in der bis zu acht Spieler gleichzeitig spielen können. Als Einführung gibt es zunächst „Engineerium“, ein kurzes Puzzlespiel, das die Spieler gleichzeitig an die Virtuelle Realität gewöhnt, in der es nicht ungewöhnlich ist, einfach mal eine Wand hochzugehen. Danach gibt es aber ein Gewehr in die Hand. In verschiedenen Shooter-Spielen können die Spieler mit- und gegeneinander auf Zombies, Aliens und Roboter schießen. Die Spiele in der großen Halle haben eine Altersfreigabe ab 16 Jahren und sprechen mit ihrem Thema nicht unbedingt alle Besucher von „Zero Latency“ an. „Wir hatten immer mehr Familien, die gefragt haben, was die Spiele bei uns kosten“, sagt Korbinian Gritz. Deshalb entschloss sich das Team, auch familienfreundliche Spiele ins Angebot aufzunehmen.

Konkret handelt es sich dabei um „Huxley“ und den Nachfolger „Huxley 2“. Beide Spiele sind ein VR-Escape-Room, bei dem ein bis vier Spieler versuchen müssen, möglichst schnell verzwickte Rätsel zu lösen.

VR ist auch familienfreundlich, bei Escape-Games zum Beispiel

„Huxley“ zeigt auch sehr gut die Vorteile der Virtuellen Realität. Klar: Escape Rooms sind kein neues Konzept mehr, durch die endlosen Möglichkeiten, die die Programmierer im Bereich VR haben, ist das Erlebnis aber ein ganz anderes. In „Huxley“ müssen die Spieler die Welt vor fiesen Maschinen retten und viele Rätsel lösen. Hilfe erhalten sie dabei von einem sympathischen Roboter mit Hamburger Akzent. Ein witziges Spiel für die ganze Familie, das nur einen Nachteil hat. Wie fast jeden Escape Room kann man „Huxley“ genau einmal spielen – dann kennt man alle Rätsel.

Auch ohne VR-Brille kommt man auf seinen Spaß, zumindest so lange man in einer Gruppe anreist, was die Betreiber von „Zero Latency“ auch empfehlen. In der Lounge kann man sich mit seinen Freunden die Spiele der anderen über einen Bildschirm betrachten. Und besprechen, was man als nächstes zocken will, denn die VR-Erlebnisse sind streng getaktet.

Der Boden zittert nicht, es ist der Kopf, der Angst hat

„Huxley“ dauert rund 40 Minuten, die Spiele in der großen Halle 15 bis 30 Minuten. Besonders nach dem ersten Ausflug in die Virtuelle Realität ist das aber meist genug. Das Gehirn braucht ein wenig, um sich an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen.

Bestes Beispiel dafür ist das schon erwähnte Spiel „Engeneerium“. Denn der Boden ist es nicht, der zittert, während man immer höher auf den unendlichen Turm steigt. Es ist der Kopf, der einfach Angst hat, herunterzufallen. Auch, wenn sich die Spieler in echt nur in einer Halle auf und ab bewegen.

Weitere Infos, Preise und Öffnungszeiten gibt es online unter zerolatency-munich.de.

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