Flucht vor dem Krieg UN: Mehr als zwei Millionen Flüchtlinge aus Ukraine

Eine weinende Frau mit einem Kind im Arm am Grenzübergang im polnischen Medyka. Foto: Visar Kryeziu/AP/dpa

Aus der Ukraine sind seit Beginn des russischen Einmarschs mehr als zwei Millionen Menschen geflohen. Das berichteten die Vereinten Nationen in Genf. Nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) waren darunter gut 100.000 Menschen aus Drittstaaten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versucht, Kliniken mit Material zu versorgen. Besonders großen Bedarf gebe es im Osten des Landes, wo aber Kämpfe die Versorgung äußerst schwierig machten.

1,2 Millionen in Polen angekommen

Die meisten der Geflüchteten seien nach Polen sowie nach Ungarn, Rumänien, Moldau und in die Slowakei gegangen, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). In Polen sind bisher 1,2 Millionen Menschen angekommen. Allein am Montag hätten rund 141.500 Menschen die Grenze überschritten, teilte der Grenzschutz bei Twitter mit.

Auch in Tschechien nimmt die Zahl der Kriegsflüchtlinge zu. Bisher seien mehr als 100.000 Ukrainer eingetroffen, so Ministerpräsident Petr Fiala.

Japan nimmt erste acht Flüchtlinge auf

Mittlerweile hat sich auch Japan sich zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit erklärt und bisher acht Menschen ins Land gelassen. Diese Zahl gab die Regierung in Tokio bekannt. Man werde daran arbeiten, "proaktiv und zügig" Evakuierte aus der Ukraine aufzunehmen, sagte Jusizminister Yoshihisa Furukawa laut japanischen Medien.

Japan, das stolz auf seine gesellschaftliche Homogenität ist, nimmt generell kaum Flüchtlinge auf. Im Schnitt werden pro Jahr nur rund ein Prozent der Anträge genehmigt. So waren es im Jahr 2020 lediglich 47 von insgesamt 3936 Anträgen gewesen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 

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