Fahrzeugbau Lkw-Holding Traton fährt mehr Gewinn ein

Das Logo des Lastwagenbauers MAN steht am Werk an einer Säule. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archiv

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat trotz Einbußen im europäischen Lkw-Geschäft Absatz, Umsatz und Gewinn im ersten Quartal kräftig gesteigert. Die Übernahme des US-Herstellers Navistar im vergangenen Juli und der Ausbau des weniger konjunkturabhängigen, profitablen Service-Geschäfts hätten sich ausgezahlt, sagte Traton-Vorstandschef Christian Levin am Mittwoch in München.

Gemessen am Vorjahresquartal stiegen der Absatz um 12 Prozent auf 67.800 Fahrzeuge und der Umsatz um 30 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern kletterte von 127 auf 422 Millionen Euro. Ohne Navistar läge der Absatz allerdings 16 Prozent und der Umsatz 2 Prozent unter Vorjahresniveau. Die Lage in Europa sei weiter schwierig. "Die Versorgungsengpässe mit Halbleitern sind noch nicht behoben, und durch den Konflikt in der Ukraine fehlen auch Kabelbäume", sagte Levin.

Finanzchefin Annette Danielski sagte: "Mit einem rigiden Sparkurs und auch aufgrund von Kurzarbeit hat es MAN geschafft, die Auswirkungen des Produktionsstopps in Folge des Kriegs in der Ukraine zu begrenzen. Nun laufen die Werke langsam wieder an, auf deutlich vermindertem Niveau." Der Münchner Lkw- und Bushersteller hatte vor einem Jahr noch rote Zahlen geschrieben und schaffte jetzt mit 2,5 Milliarden Euro Umsatz einen Betriebsgewinn von 55 Millionen Euro.

Härter traf die Krise Scania: Der Lkw- und Busabsatz brach um ein Viertel ein, der Umsatz sank auf 3,2 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn halbierte sich fast auf 229 Millionen Euro. Damit trugen die Schweden jedoch zwei Drittel zum Traton-Betriebsergebnis von 355 Millionen Euro bei. Navistar erzielte mit 2,1 Milliarden Euro Umsatz ein operatives Ergebnis von 76 Millionen Euro. VW Caminhoes e Onibus in Brasilien kam mit 690 Millionen Euro Umsatz auf 65 Millionen Euro Betriebsgewinn - die beste Rendite der Traton-Töchter.

Für das Gesamtjahr erwartet Traton "einen starken Absatzanstieg" und beim Umsatz "einen sehr starken Anstieg, der im Wesentlichen aus dem höheren Absatz sowie aus einem vorteilhafteren Markt- und Produktmix resultiert". Zum Jahresauftakt kamen mehr Aufträge für Lastwagen und Busse, MAN-Transporter wurden weniger bestellt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading