Facebook-Hype Millionen Menschen wollen Area 51 stürmen

Ob am Ende tatsächlich Aliens auf die Area-51-Stürmer warten werden? Wie die aussehen können, hat sich dieser Cosplayer zum jährlichen UFO-Festival in Roswell überlegt. Er ist auf eine Mischung aus Alienmonster Predator und Superheld Deadpool gekommen. Foto: Brian Cahn Quelle: Unbekannt

Am 20. September wollen zwei Millionen Menschen die Area 51 im US-Bundesstaat Nevada stürmen.

Etwas Unglaubliches soll am 20. September im US-Bundesstaat Nevada passieren. Dann wollen mehrere Millionen Internet-Nutzer in die geheimnisvolle Area 51 eindringen, um nachzusehen, was dort verborgen liegt. Und all das nur, weil ein paar User eine entsprechende Veranstaltung auf Facebook erstellt haben.

"Wenn wir alle wie Naruto laufen, sind wir schneller als ihre Kugel." Anime-Fans wissen sofort, was damit gemeint ist. Helden wie Naruto legen, wenn sie wirklich schnell laufen wollen, ihre Arme seitlich am Körper an. In Comics und Zeichentrickfilmen wirkt diese Haltung wie ein Turbo-Gang. Natürlich zeigt dieser Satz auch, dass die Veranstalter von "Storm Area 51" ihre Aktion wohl nicht wirklich ernst meinen. Kurz bevor Facebook die Veranstaltung löschte, wollten aber schon 2,2 Millionen Nutzer teilnehmen - interessiert waren 1,4 Millionen. Nachdem die Facebook-Veranstaltung zwischendurch offline war, ist sie (Stand Donnerstagnachmittag) wieder online.

"Etwas richtig Großes" finden

Der Plan ist einfach: Alle Teilnehmer treffen sich im Besucherzentrum der Area 51, um die Aktion zu koordinieren. Laufen genügend Teilnehmer richtig schnell, werden es ein paar in die Geheimareale des Stützpunktes schaffen und dort "etwas richtig Großes" finden, wie die Veranstalter hoffen. Im Idealfall: Aliens.

Die verbergen sich Verschwörungstheorien zufolge seit 1947 in der Area 51. In diesem Jahr soll über der Wüste von Nevada ein Raumschiff abgestürzt und dessen Pilot in die Area 51 verschleppt worden sein. Das "Roswell-Alien" diente als Inspiration für Serien wie "Akte X" und Filme wie "Independence Day". UFO-Kultisten und Verschwörungstheoretiker suchen seit Jahrzehnten nach Beweisen, dass die US-Regierung von Aliens weiß und vielleicht sogar mit ihnen im Bündnis steht.

2013 hat die CIA die Existenz von Area 51 zugegeben - allerdings sei der Stützpunkt nur dazu da, um Flugzeuge zu testen. Eine Erklärung, die den Teilnehmern der Veranstaltung nicht reicht. Nur, um ein Gefühl zu bekommen, wie groß der anfängliche Scherz geworden ist: Stars wie Robert Downey junior und Keanu Reeves haben ihre Teilnahme zugesagt und sogar Silvester Stallone will mitmachen.

Nerdige Eigen-PR für Promis

Diese Prominenten, die den Sturm auf Area 51 mit ziemlicher Sicherheit nur für etwas nerdige Eigen-PR verwenden, dürften das Militär weniger beunruhigen. Der Umstand, dass sich mehrere Millionen Menschen für die Veranstaltung interessieren, dagegen mehr. Die US-Luftwaffe warnte jeden davor, Area 51 zu betreten.

Ob am 20. September tatsächlich zwei Millionen Menschen aus aller Welt versuchen, die Area 51 zu stürmen, ist aber unwahrscheinlich. Vor allem, da die Initiatoren mittlerweile auf ihrer offiziellen Homepage www.stormarea51.us einen neuen Plan bekanntgegeben haben. Sie haben in der Wüste ein Gelände gemietet und wollen dort ein Alien-Festival veranstalten. 

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