Expertenmeinung Deutschland bei Cyberangriffen schlecht aufgestellt

Staaten wie Russland und China, aber auch Nordkorea und der Iran verfügen über eine hohe Schlagkraft im Cyberspace. Deutschland hinke hinterher, so Experten. Foto: dpa

Vom 15. bis 17. Februar treffen sich auf der 55. Münchner Sicherheitskonferenz wieder hunderte Entscheidungsträger zum weltweit wichtigsten Expertentreffen der internationalen Sicherheitspolitik.

Vor der Münchner Sicherheitskonferenz findet die Münchner Cybersicherheitskonferenz statt, ins Leben gerufen von Tom Koehler und Oliver Rolofs von der Strategieberatungsfirma Connecting Trust vor fünf Jahren. Wir haben uns mit ihnen unterhalten.

Herr Rolofs, Herr Koehler, wenn es um die Sicherheit im Cyberspace geht, folgt eine schlechte Nachricht der anderen. Wie gefährlich ist die Lage wirklich?

Rolofs: Wir leben ganz allgemein in Zeiten wachsender Unsicherheiten. Das hat zuletzt die Aufkündigung des INF-Vertrags zur Begrenzung atomarer Mittelstreckenraketen durch die USA gezeigt und ist ein weiteres Negativbeispiel dafür, wie gerade die globale Ordnung zerfällt. Doch dass die Sicherheitslage heute so schlecht ist wie niemals seit dem Ende des Kalten Krieges, gilt genauso für den Bereich des Digitalen.

Lässt sich die Bedrohung in Zahlen fassen?

Koehler: Durch Cyber-Kriminalität entsteht jährlich weltweit ein Schaden in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar. Die digitale Transformation hat zudem die gesamten wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse auf der Welt verändert. Deutschland und Europa liegen im Bereich der Informationstechnologien durch fehlendes Risikokapital um Jahrzehnte zurück, vor allem gegenüber China und den USA. Zudem mangelt es hierzulande an einer weitblickenden Technologiepolitik. Diese riesigen

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