Europa Umfrage zur Europawahl: CSU bei 41 Prozent

Fahnen mit dem Logo der CSU stehen vor der Parteizentrale. Foto: Sven Hoppe/Archiv Foto: dpa

München (dpa/lby) - Nach eher schlechten Ergebnissen bei der vergangenen Landtagswahl haben CSU und SPD bei einer Umfrage zur Europawahl in der Wählergunst zuleget. Im neuen "BayernTrend" des Bayerischen Rundfunks vom Mittwoch kommen die Christsozialen auf 41 Prozent und verbessern sich damit im Vergleich zur Landtagswahl, bei der sie 37,2 Prozent erreicht hatten. Auch die Sozialdemokraten spüren leichten Rückenwind und erreichen 12 Prozent (Landtagswahl: 9,7 Prozent).

Im Vergleich zur Landtagswahl im Oktober gewinnen die Grünen in der Umfrage leicht um mehr als einen Prozentpunkt und landen mit 19 Prozent auf dem zweiten Platz. Viertstärkste Kraft ist bei der Sonntagsfrage die AfD mit zehn Prozent - bei der Landtagswahl erreichte die Partei im Freistaat ungefähr das gleiche Resultat. Waren die Freien Wähler bei der Landtagswahl noch Gewinner und wurden mit ihren elf Prozent zur Regierungspartei, schwächelt die Partei vor der Europawahl: Sie kommt in der Umfrage auf fünf Prozent - gleichauf mit der FDP.

"Es ist ein positiver Zwischenstand, der uns natürlich freut", erklärte der CSU-Parteichef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Darauf wolle seine Partei in den kommenden Wochen und Monaten aufbauen. Söder sprach von Rückenwind für den Wahlkampf mit seinem Parteikollegen, dem Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP) Manfred Weber.

Der Niederbayer Weber ist bei den Wählern in seiner Heimat der klare Favorit für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Für den CSU-Politiker sprechen sich in der Umfrage 50 Prozent aus. Nur 16 Prozent erklären ihre Zustimmung zum Spitzenkandidaten der europäischen Sozialdemokraten, Frans Timmermans.

Der Generalsekretär der Bayern-SPD, Uli Grötsch, kommentierte den "BayernTrend": "Wir haben nach dem schlechten Ergebnis bei der Landtagswahl harte Zeiten hinter uns. Dass es kein einfacher Weg zurück nach oben sein wird, ist uns klar. Doch wir sind dabei, uns aus dem Tal herauszuarbeiten."

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hatte vom 14. bis 18. März 1001 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch befragt.

 

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