Ermittlungen zum Inferno von Siegenburg

Sechs Hausdurchsuchungen nach mutmaßlicher Brandstiftung


Das Feuer im Januar hatte mehrere Millionen Euro Schaden angerichtet. (Archivbild)

Das Feuer im Januar hatte mehrere Millionen Euro Schaden angerichtet. (Archivbild)

Nach dem verheerenden Feuer auf einem Bauernhof im Siegenburger Ortsteil Oberumelsdorf, bei dem eine Halle bis auf die Grundmauern niederbrannte, wurden im Zuge der polizeilichen Ermittlungen sechs Wohnungen, Büros und Häuser durchsucht.

Mitte Januar 2020 war in Oberumelsdorf eine landwirtschaftliche Lagerhalle bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Bereits kurz nachdem die Flammen gelöscht waren, war klar: Der Schaden dürfte bei mehreren Millionen Euro liegen.

Aufgrund der Ermittlungen der Kripo und der Einschätzung des Gutachters schließen die Brandermittler einen technischen Defekt als Brandursache aus. Die bisherigen Ermittlungen konzentrierten sich auf "eine fahrlässige beziehungsweise vorsätzliche Brandlegung", wie die Polizei mitteilt.

Für Hinweise, die zur Klärung der möglichen Brandstiftung führen, haben zwei Versicherungsgesellschaften eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt. Ermittler der Kripo Landshut haben bereits Ende Juli zusammen mit Kräften der Operativen Ergänzungsdienste Landshut, der Deggendorfer und Amberger Kripo insgesamt sechs Durchsuchungsbeschlüsse bei Firmen und Privatpersonen in Niederbayern und der angrenzenden Oberpfalz vollzogen.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler eine Vielzahl von Datenträgern sicher, darunter Notebooks, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen. Aus der Auswertung des Materials könnten sich neue Hinweise zur Klärung der Brandursache ergeben, schreibt die Polizei.