Einsatz in Aham In der Asylunterkunft: Zwei Bewohner haben 26 Handys

Eine regelrechte Smartphone-Sammlung haben Polizeibeamte bei zwei Bewohnern der Asylunterkunft in Aham sichergestellt. (Symbolbild) Foto: dpa

In der dezentralen Unterkunft für Flüchtlinge in Aham im Landkreis Landshut hat die Polizei unter anderem Rauschgift gefunden. Bei zwei Bewohnern stellte die Polizei außerdem insgesamt 26 Mobiltelefone sicher.

Unterstützt von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei führt die Polizei Vilsbiburg auf Initiative der Zentralen Ausländerbehörde Niederbayern am Mittwoch in der Zeit von 5 bis 7.30 Uhr morgens eine Begehung der dezentralen Unterkunft durch.

Bereits zu Beginn der Maßnahme warf einer der Bewohner aus dem ersten Stock Betäubungsmittelpflanzen aus dem Fenster. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Zimmers konnte unter seinem Bett noch eine sogenannte Anscheinswaffe, also eine auf den ersten Blick scheinbar echte Waffe, sichergestellt werden. Der Senegalesen wurde zunächst festgenommen, aber nach Durchführung der ermittlungstaktischen Maßnahmen wieder entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz.

Darüber hinaus wurde zwei Menschen angetroffen, die dort ohne die erforderliche Erlaubnis genächtigt hatten. Sie erhielten einen Platzverweis und müssen nun mit einem Hausverbot rechnen. Die Begehung selbst verlief ohne besondere Vorkommnisse in ruhiger und relativ entspannter Atmosphäre.

Erst zum Schluss kochten laut Polizei die Emotionen hoch, als bei zwei der Bewohner, die bisher beharrlich ihre Mitwirkung an der Feststellung ihrer tatsächlichen Nationalität verweigerten, insgesamt 26 Mobiltelefone zum Zwecke der Sichtung durch die Zentrale Ausländerbehörde Niederbayern sichergestellt wurden. Durch Darstellung der Rechtslage und entsprechende Gespräche konnte die Situation allerdings schnell deeskaliert werden.

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