Donau Wegen Trockenheit Probleme für Hotelschiffe befürchtet

Das Flusskreuzfahrtschiff "VIKING INGVI" fährt stromaufwärts an Passau vorbei. Foto: Tobias Köhler/dpa/Archivbild

Die Trockenheit lässt die Pegel in der Donau von Tag zu Tag sinken. Kommt kein Regen, hat das Folgen für Flusskreuzfahrten. Aber auch Güterschiffe könnten betroffen sein.

Der trockene Sommer wird für die Binnenschifffahrt auf der Donau in Bayern zunehmend zum Problem. Auf dem frei fließenden Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen könnten bei weiter sinkenden Pegeln zumindest bald Hotelschiffe nicht mehr ohne Weiteres durchfahren, sagte Hans Kerber vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK in Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. 

Aufgrund der derzeitigen Wetterlage sei nicht mit Regen zu rechnen. Die Pegel würden kontinuierlich weiter sinken. Von dem Niedrigwasser des Jahres 2018, das zu größeren Ausfällen in der Schifffahrt führte, sei man aber noch ein ganzes Stück entfernt, gab Kerber vorerst Entwarnung.

Flusskreuzfahrtschiffe mit einem großen Tiefgang hätten dennoch erste Probleme. Bei weiter fallenden Pegeln werde sich die Situation auch für kleinere Hotelschiffe verschlechtern. Bei den normalen Ausflugsschiffen seien dagegen derzeit keine Beeinträchtigungen zu erwarten.

Auch die meisten Güterschiffe könnten bei anhaltender Trockenheit grundsätzlich fahren, erläuterte Kerber. "Bei Güterschiffen kann durch das Gewicht der Ladung der Tiefgang des Schiffes reguliert werden." Werde weniger Fracht mitgenommen, spiele auch der Wasserstand eine geringere Rolle. Allerdings sinke dadurch natürlich die Wirtschaftlichkeit der Schiffe. "Ob man dann wegen ein paar Tonnen noch fährt, ist fraglich."

Aber auch die Reedereien von Hotelschiffen hätten noch Alternativen: "Ein Streckenabschnitt, der nicht befahrbar ist, kann mit Bussen überbrückt werden. Danach setzen die Passagiere ihre Reise auf einem bereits wartenden zweiten Schiff fort", sagte Kerber.

Letztlich träfen die Entscheidung die Reedereien und der Schiffsführer. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt spreche keine Verbote aus.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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