Dingolfing Angetrunkener Unfallfahrer versteckt sich auf Toilette

Ein renitenter Unfallverursacher hielt am Dienstagabend die Dingolfinger Polizei auf Trab (Symbolbild). Foto: Carsten Rehder, dpa

Ein Dingolfinger ist am Dienstagabend angetrunken gegen einen Anhänger gefahren. Als die Polizisten ihn schließlich fanden und zur Blutentnahme ins Krankenhaus brachten, verbarrikadierte er sich in einer Toilettenkabine und beleidigte nicht nur den Arzt, sondern später auch Polizeibeamte. Die Nacht durfte er daraufhin in der Ausnüchterungszelle verbringen.

Um 21.10 Uhr fuhr der 39-Jährige mit seinem BMW in der Lindenstraße gegen einen Anhänger und einen Gartenzaun. Statt den Unfall zu melden, gab der Mann Gas und flüchtete vom Unfallort. Dabei verlor er sein Kennzeichen. Als die Polizei vor Ort eintraf, entdeckten sie den BMW-Fahrer nur wenige hundert Meter von der Unfallstelle entfernt vor seinem Anwesen. Seine Ehefrau war laut Polizei gerade dabei, den BMW einzuparken. Sie gab aber sofort zu, dass nicht sie, sondern ihr Mann mit dem Auto gefahren sei. 

Die Polizisten baten den sichtlich angetrunkenen Mann, einen Alkoholtest zu machen. Dieser weigerte sich jedoch. Daraufhin brachten ihn die Beamten zur Blutentnahme ins Krankenhaus in Dingolfing. Dort behauptete der 39-Jährige, dass er dringend auf die Toilette müsse. Dort verbarrikadierte er sich in einer Kabine und weigerte sich, diese wieder zu verlassen. Als die Polizisten versuchten, die Kabine zu entriegeln, stemmte sich der Mann mit aller Gewalt gegen die Tür. Einer der Beamten kletterte daraufhin von oben in das Toilettenabteil, drückte den 39-Jährigen auf die Seite und öffnete seinen Kollegen die Tür. 

Die anschließende Blutentnahme konnte ohne Probleme durchgeführt werden. Allerdings wurde der Mann danach immer aggressiver und beleidigte schließlich den Arzt. Auch seine Frau hatte er vor der Fahrt ins Krankenhaus bereits mehrfach beschimpft. Die Polizei nahm den 39-Jährigen daher in Gewahrsam. Er durfte die Nacht in einer Arrestzelle der Dingolfinger Polizei verbringen. Immer noch aggressiv, beleidigte er noch die beiden Polizeibeamten und streckte ihnen sein entblößtes Geschlechtsteil entgegen. 

Den Führerschein des BMW-Fahrers konnte die Polizei bislang nicht finden. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren. 

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