Die Trends von morgen Blick in die Zukunft: Themen, die uns schon bald beschäftigen werden

Mensch trifft auf Maschine. In Zukunft wird der Umgang mit digitalen Assistenten zur Normalität werden. Das sagt zumindest Trendforscher Sven Gábor Jánszky. Foto: ccvision.de

Freistunde wagt einen Blick nach vorn. Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky hat uns dabei unterstützt. Zusammen mit ihm stellen wir einige Trends und Themen vor, die uns schon bald beschäftigen werden. Einige in den nächsten Jahren, manche erst in 20 Jahren.

Die Zukunftsmacher

Manche Menschen haben in den Bereichen Technik und Gesellschaft mehr Einfluss als alle anderen. „Weltweit sind es etwa 250 Personen, die bestimmen, wie sich das Leben auf unserem Planeten weiterentwickeln wird“, sagt Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Direktor der 2b Ahead Think Tanks. Er lädt seit zwölf Jahren Entscheider und Innovationschefs der Wirtschaft ein und spricht mit ihnen. Er fragt sie, was sie beschäftigt, was sie meinen, wie sich ihre Forschung und ihre Erfindungen auswirken werden. Er und seine Kollegen analysieren Pläne und Strategien der großen Technologie-Unternehmen. Daraus erstellen sie ihre Zukunfts-Vorhersagen.

Der Unterhalter

Wir werden die künstlichen Intelligenzen in unserem Alltag verstärkt auf dem Smartphone und in speziellen Brillen erleben. Mit diesen und anderen Geräten werden wir mehr und mehr sprechen. Sven Gábor Jánszky: „Die Alexas, Siris und Cortanas werden unsere Assistenten, mit denen wir plaudern, fast so wie mit menschlichen Gesprächspartnern.“ Der digitale Assistent lernt uns besser kennen, erledigt Telefonate, vereinbart Termine, bestellt Waren.

Der beste Kumpel

Für jeden Lebensbereich werden wir einmal einen digitalen Assistenten haben. Ein Chef-Bot koordiniert dann alle anderen. Ihm vertrauen wir alles an, er wird zu unserem Kumpel, zu unserem besten Freund.

Der Zwilling

Im nächsten Schritt schaffen wir uns durch künstliche Intelligenzen ein Abbild der eigenen Person. Der Bot erreicht meinen Humor und mein Wissenslevel. Er spricht mit meiner Stimme, wird mein Abbild, mein Digital Twin, der eigenständig durch die virtuelle Welt zieht. Sven Gábor Jánszky beschreibt in seinem Buch (siehe Kasten links), wie sich ein Kind mit seinem Opa unterhält. Der Opa lebt nicht mehr, sein digitaler Zwilling hat seine Rolle übernommen.

Der Gedankenleser

Neue Spiele-Controller sind bereits auf dem Markt. Hier steuern wir mit unseren Gedanken den Spielablauf. Unsere Hirnströme werden gemessen und auf den Computer übertragen. Der Fachbegriff heißt Brain-Computer-Interface. Wir brauchen keine Hände, keine Tastatur. Es wird gemacht, was wir denken. Diese Technik kann künftig behinderten Menschen helfen, Prothesen und andere künstliche Körperteile zu bewegen.

Die Ängstlichen

Berufsanfänger sind umworben, der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren noch größer werden: „Junge, gut ausgebildete Menschen können sich aussuchen, wo sie arbeiten wollen“, bekräftigt Sven Gábor Jánszky. Das verändert auch unsere Grundangst. Es ist nicht mehr die Angst vor der Arbeitslosigkeit, sondern die Angst zur jeweiligen Zeit des Lebens nicht mehr die richtige Qualifikation zu haben. Angst vor den künstlichen Intelligenzen müssen wir jetzt noch nicht haben, meint der Zukunftsforscher. Erst in 20 bis 25 Jahren werden sie uns ablösen und Jobs vernichten.

Die Rebooter

Das Wissen erweitert und verändert sich rasend schnell. Wer nicht abgehängt werden will, muss seine Kenntnisse und Fertigkeiten spätestens alle zehn Jahre nicht nur auffrischen und anpassen, sondern Neues erlernen. Das geschieht in einem sogenannten Reboot-Jahr: „Man steigt für zwölf Monate ganz aus dem Beruf aus, orientiert sich komplett um und arbeitet dann in einem anderen Bereich“, sagt der Zukunftsforscher.

Die Abschalter

Jeder Massentrend bringt gleichzeitig eine Gegenbewegung mit sich. Der Digitalisierungs-Euphorie stehen Verweigerer und Kritiker gegenüber: „So entziehen sich etliche Menschen und sagen: Ich schalte das Zeugs einfach mal ab.“

 

Idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos